16:01 22 April 2019
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    Wegen Indiens Satelliten-Abschuss: Nasa-Chef spricht von akuter Gefahr für ISS

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    Der infolge des Abschusses eines Satelliten durch Indien entstandene Weltraumschrott gefährdet laut Nasa-Chef Jim Bridenstine die Internationale Raumstation (ISS). Das Risiko einer Kollision sei im Zeitraum von zehn Tagen um 44 Prozent gestiegen.

    Dies sei „furchtbar" und „inakzeptabel", sagte Bridenstine bei einer Versammlung der Nasa-Mitarbeiter im Hauptquartier der US-Raumfahrtbehörde in Washington, meldet die dpa. „Diese Art von Aktivität ist mit der Zukunft der menschlichen Raumfahrt nicht vereinbar.”

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    Der Schrott befinde sich aber in einer relativ niedrigen Erdumlaufbahn, sodass er mit der Zeit verschwinden werde, fügte der Nasa-Chef hinzu. Hingegen befänden sich Schrottteile von einem chinesischen Anti-Satelliten-Test im Jahr 2007 nach wie vor in der Erdumlaufbahn.

    Am vergangenen Mittwoch hatte Indien erfolgreich eine Anti-Satelliten-Rakete getestet. Damit ist Indien nach Russland, den USA und China das vierte Land weltweit mit dieser Fähigkeit. Es sei dafür gesorgt worden, dass kein Weltraumschrott entstehe, hatte das indische Außenministerium zuvor mitgeteilt.

    Scharfe Kritik am indischen Test übte der deutsche Astronaut Matthias Maurer: „Einen Satelliten abzuschießen, um zu beweisen, dass man eine Weltraummacht ist, zeigt nur, dass man es nicht ist”, schrieb er auf Twitter. „Keine verantwortungsvolle Weltraummacht trägt freiwillig zur Entstehung von Weltraumschrott bei!”

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    Abschuss, Satellit, NASA, Indien, Internationale Weltraumstation ISS