15:10 19 April 2019
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    Polizei-Absperrung vor dem Gebäude, das nach der Bombendrohung am 26. März evakuiert wurde

    Nach Bombendrohung in Regionalexpress: Rechtsextreme bekennen sich

    © AFP 2019 / Oliver Dietze / dpa
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    Seit Wochen erhalten Politiker und Prominente, darunter anscheinend auch die Sängerin Helene Fischer, Droh-Emails von mutmaßlichen Rechtsextremen. Nach der Bombendrohung in einem Regionalexpress in Schleswig-Holstein am Montag liegt der Bundespolizei nun auch ein Bekennerschreiben vor. Es war zunächst als Mail beim „Hamburger Abendblatt“ eingegangen.

    Nach der Bombendrohung in einem Regionalexpress in Schleswig-Holstein liegt der Bundespolizei ein Bekennerschreiben einer „Nationalsozialistischen Offensive“ vor. Das Schreiben zu dem Vorfall am Bahnhof Neumünster am vergangenen Montag sei als Mail zunächst beim „Hamburger Abendblatt“ eingegangen, so ein Sprecher der Ermittlungsbehörden. Der Brief habe einen ähnlichen Wortlaut, wie einige andere jüngste Bombendrohungen gegen Rathäuser und Gerichte in Norddeutschland.

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    „Bombe im Zug“

    Die Bombendrohung im Regionalexpress hatte den Bahnverkehr in Teilen Schleswig-Holsteins für mehrere Stunden lahmgelegt. In der Toilette eines Waggons war am Bahnhof Neumünster der Schriftzug „Bombe im Zug“ entdeckt worden. Der Regionalexpress und der Bahnhof wurden daraufhin evakuiert, ein Sprengsatz wurde bei der anschließenden Durchsuchung des Kampfmittelräumdienstes aber nicht gefunden.

    Post aus dem Darknet

    Seit Ende vergangenen Jahres registrieren Ermittlungsbehörden eine bundesweite Serie von anonymen Droh-Emails aus dem sogenannten Darknet. Mittlerweile zählen die Beamten nach Informationen von „NDR“ und "SZ" mehr als 100 solcher Fälle. Unterzeichnet sind diese Schreiben mit wechselnden Absendern wie "Nationalsozialistische Offensive", "NSU 2.0" oder "Wehrmacht".

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    Drohung an Helene Fischer…

    Auch die Email-Adressen, von denen die Droh-Briefe verschickt wurden, wechseln laut den Behörden. Die Wortwahl der Schreiben und die jeweiligen Empfänger würden aber Ähnlichkeiten aufweisen. Die Opfer wurden meist persönlich angeschrieben, darunter Politiker, der Zentralrat der Juden und Künstler. Auch die Sängerin Helene Fischer, die sich nach den Ausschreitungen in Chemnitz gegen Fremdenfeindlichkeit geäußert hatte, soll zu den Betroffenen gehören.

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    Tags:
    Rechtsextremisten, Darknet, Helene Fischer, Brief, Polizei, Bedrohung, Bomben, Deutschland