04:36 18 Februar 2020
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    Die Angehörigen der Opfer vom Breitscheidplatz-Anschlag in Berlin zeigen sich in einem offenen Brief mit dem bisherigen Stand der Aufklärungsarbeit des Bundestages nicht zufrieden. Das meldet am Mittwoch die Agentur DPA.

    In dem Schreiben, das am Dienstag an die Fraktionsvorsitzenden verschickt wurde, erheben sie schwere Vorwürfe gegen den Untersuchungsausschuss.

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    Sie verweisen darauf, dass die wichtigsten Zeugen nicht schon frühzeitig vernommen worden seien. Es entstehe der Eindruck, dass dadurch die Aufklärung besonders kritischer Sachverhalte bewusst verschleppt werden solle. Für die Hinterbliebenen sei es auch wichtig zu wissen, wann der ehemalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) vernommen werde und wer die Verantwortung für das staatliche Versagen übernehme.
    Im Fazit heißt es: „Zusammenfassend sind wir über den bisherigen Verlauf des Untersuchungsausschusses frustriert“.

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    Am 19. Dezember 2016 war der Tunesier Anis Amri mit einem gestohlenen Lkw auf dem Weihnachtsmarkt in Charlottenburg in eine Menschenmenge gerast. Dabei waren zwölf  Menschen getötet worden, mehr als 60 weitere waren verletzt worden. Amri setzte sich nach der Tat nach Italien ab, wo er später von der Polizei erschossen wurde.

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    Tags:
    Kritik, Untersuchung, Angehörige, Opfer, Anschlag, Anis Amri, Berlin