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19:25 17 August 2019
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    Trinkhalme aus  Plastik

    Nach Plastik-Verbot: REWE führt Edelstahl-Trinkhalme ein

    © AP Photo / Jeff Chiu
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    Der Handelskonzern REWE hat einen Vorstoß zur Erfüllung des von dem EU-Parlament eingeführten Verbots von Wegwerfprodukten aus Plastik unternommen. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die am Freitag auf dem Presseportal veröffentlicht wurde.

    Demnach führt das Unternehmen bundesweit Mehrweg-Trinkhalme aus Edelstahl ein, die vom Montag, dem 8. April, an in den teilnehmenden REWE-Märkten erhältlich sein und die Plastikvariante ersetzen sollen. Etwas später soll eine Alternative aus FSC zertifiziertem Papier folgen.

    Bisher habe die Firma jährlich 40 Millionen Plastikhalme verkauft.

    Nach Angaben der Federation Seas At Risk, eines Zusammenschlusses europäischer Nichtregierungsorganisationen, werden in Deutschland rund 4,8 Milliarden Plastikhalme pro Jahr vor allem in der Umwelt entsorgt. Dort benötigen sie Hunderte von Jahren, um sich abzubauen.

    Laut Seas at Risk liegen die Plastikhalme hinter Einwegflaschen und Zigarettenfiltern auf Platz drei der Wegwerfprodukte aus Einwegplastik.

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    Die Edelstahltrinkhalme im Viererpack mit Reinigungsbürste von VIVESS kosten 3,99 Euro (UVP).

    REWE habe sich zum Ziel gesetzt, bis Ende 2030 alle Eigenmarkenverpackungen umweltfreundlicher zu gestalten.

    Am  Mittwoch, 27. März hatte das EU-Parlament viele Wegwerfprodukte aus Plastik verboten, darunter Plastikteller, -besteck sowie Strohhalme, Luftballonstäbe und Wattestäbchen aus Kunststoff. Auch Behälter und Becher aus aufgeschäumtem Polystyrol sollen verbannt werden, genauso wie Produkte aus sogenanntem oxo-abbaubarem Kunststoff, weil das Material in Mikroplastik zerfällt und Umwelt und Gesundheit belasten kann.

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    Tags:
    EU, Verbot, Plastik, Rewe Gruppe, Deutschland