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07:55 18 Oktober 2019
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    Hayabusa2 beim Asteroid Ryugu

    Japanische Raumsonde feuert Bombe auf erdnahen Asteroiden ab – FOTO

    © AP Photo / JAXA
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    Die japanische Sonde Hayabusa 2 hat in der Nacht auf Freitag ein Geschoss auf den erdnahen Asteroiden Ryugu abgefeuert, um einen Krater in ihn zu sprengen. Das riskante Manöver dient nach Angaben der Raumfahrtbehörde Jaxa dazu, für wissenschaftliche Zwecke Proben des Asteroidenmaterials zu gewinnen.

    Die Sonde setzte im Rahmen eines Experiments ein Projektil mit etwa 4,5 Kilogramm Sprengstoff auf der Oberfläche des Himmelskörpers ab. Nach der Explosion wurde sie schnell auf die andere Seite des Asteroiden manövriert, um nicht vom herumfliegenden Material getroffen und beschädigt zu werden sowie um eine Kollision mit Ryugu zu verhindern.

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    Die ersten Bilder, die Jaxa auf Twitter veröffentlichte, sollen zeigen, welchen Effekt der Einsatz hatte. Künftig wollen die Wissenschaftler den auf diese Weise entstandenen Krater auf Ryugu untersuchen.

    Die Asteroidenmission Hayabusa 2 war im Dezember 2014 gestartet worden. Unter anderem erhoffen sich die Forscher dadurch Erkenntnisse über die ursprüngliche Materie unseres Sonnensystems.

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    Die Sonde hatte Ryugu am 27. Juni 2018 erreicht. Ende Februar 2019  war sie erfolgreich auf dem so genannten  Punkt L08E1 auf dem Asteroiden gelandet und hatte ihn mit einer fünf Gramm schweren Tantalkugel beschossen.

    Ende 2020 soll die Raumsonde dann zur Erde zurückkehren.

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    Mission, Forscher, Ryugu, Asteroid, Die Sonde Hayabusa2, Japanische Raumfahrtbehörde JAXA, Japan