11:13 21 April 2019
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    Unfallwagen und Polizei in Deutschland

    Berlin: Diplomaten aus diesem Land verstießen am häufigsten gegen Verkehrsregeln

    © AFP 2019 / Odd Andersen
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    Die Berliner Polizei hat allein im Jahr 2018 mehr als 21.700 Verkehrsordnungswidrigkeiten festgestellt, die von Diplomaten aus verschiedenen Ländern begangen wurden. Spitzenreiter sind die USA. Das folgt aus Zahlen der Innenverwaltung auf eine Anfrage des CDU-Innenexperten Peter Trapp.

    Demnach handelte es sich hauptsächlich um Falschparker oder Tempo-Sünder.

    Wie es weiter heißt, seien Diplomaten-Autos im vorigen Jahr in Berlin auch in 79 Verkehrsunfälle verwickelt gewesen. Dabei hätten 32 Personen leichte Verletzungen erlitten, zwei — schwere. In 50 Fällen seien die Fahrer von der Unfallstelle geflüchtet.

    Die meisten Autos sollen den Mitarbeitern der US-amerikanischen Botschaft gehören: Nämlich 264 der insgesamt in Berlin registrierten 2.706 Fahrzeuge mit Diplomatenkennzeichen.

    Die anderen Diplomaten-Verkehrssünder sollen aus Griechenland, Ägypten, Russland, Jemen, Kasachstan, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien und Montenegro kommen, heißt es.

    CDU-Politiker verlangt Einhaltung von Regeln

    Diplomaten genießen Immunität. Deshalb sei derweil keiner von ihnen für die Verkehrsordnungswidrigkeiten bestraft worden.

    „Das Auswärtige Amt sollte mit den Diplomaten sprechen, dass die Verkehrsregeln eingehalten werden“, sagte der CDU-Innenexperte Trapp gegenüber der Berliner Morgenpost.

    „Vor dem Hintergrund, dass die diplomatische Immunität jegliche inländische Strafverfolgung ausschließt, wurden sämtliche Verfahren durch die Staatsanwaltschaft Berlin eingestellt“, teilte die Innenverwaltung auf die Anfrage von Trapp mit. Die Summe der Geldbußen würde auf mehr als 389.000 Euro geschätzt.

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    Tags:
    Verkehrsunfälle, Auswärtiges Amt, Peter Trapp, Montenegro, Saudi-Arabien, Pakistan, Nigeria, Kasachstan, Jemen, Russland, Ägypten, Griechenland, Deutschland, USA