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02:51 20 Juli 2019
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    Pionierpanzer IMR-3 aus Produktuion von Uralvagonzavod (gehört zu Rostec) auf der Waffenmesse Army 2016

    Staatsanwalt: Russische Rüstungsgelder in zweistelliger Millionenhöhe gestohlen

    © Sputnik / Sergej Pirogow
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    Sergej Pirogow
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    Für neueste Waffen gedacht, in privaten Taschen gelandet: Mindestens 1,6 Milliarden Rubel (22 Millionen Euro) Staatsgelder sind im vergangenen Jahr nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft in der russischen Rüstungsindustrie veruntreut worden. Betroffen sind Roskosmos und Rostec. Beide Staatsgiganten geben die Probleme zu.

    Die Staatsanwälte haben 2018 insgesamt mehr als 19.000 im staatlichen Rüstungsprogramm tätige Auftragnehmer kontrolliert, darunter traditionsreiche Hersteller wie Uralvagonzavod, OAK oder Almaz-Antey, sowie zuständige föderale Behörden, teilt der russische Generalstaatsanwalt, Juri Tschaika, in einem Bericht für den Föderationsrat (Parlaments-Oberhaus) mit.

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    Bei den Kontrollen in zu Rostec und Roskosmos gehörenden Unternehmen seien Entwendungen in Höhe von mehr als 1,6 Milliarden Rubel (fast 22 Millionen Euro) entdeckt worden, heißt es in dem Bericht, der Sputnik vorliegt.

    Es handle sich um Gelder, die „für die Modernisierung der Produktion und die Entwicklung von neuesten zukunftsorientierten Waffen bestimmt waren".

    „Zu den Diebstahlfällen sind strafrechtliche Ermittlungsverfahren eingeleitet worden.“ Neben Veruntreuung seien Überteuerungen, das Nichteinhalten von Fristen und andere Unregelmäßigkeiten entdeckt worden.

    Rostec und Roskosmos geben Unregelmäßigkeiten zu

    Die Technologiegigant Rostec, der etliche Waffenbauer unter seinem Dach führt, teilte am Dienstag mit, viele der Diebstahl-Fälle seien vom Unternehmen selbst in enger Kooperation mit der Generalstaatsanwaltschaft aufgespürt worden. Das Unternehmen arbeite auch bei den Ermittlungen eng zusammen.

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    Auch der Raumfahrtkonzern Roskosmos, zuständig für sämtliche zivile Raumfahrtprogramme Russlands, beteuerte, gegen die Missstände zu kämpfen.
    Die Leitung von Roskosmos habe mit den Staatsanwälten bei den Kontrollen zusammengearbeitet. Die betroffenen Unternehmen haben „bereits Ende 2018 ausschöpfende Maßnahmen zur Schaffung von Ordnung“ eingeleitet, teilte Roskosmos am Dienstag mit.

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    Tags:
    Korruption, Generalstaatsanwaltschaft, Uralvagonzavod, Rostec, Roskosmos, Russland