16:03 25 April 2019
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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange (Archivbild)

    WikiLeaks wirft Ecuador Überwachung von Assange vor

    © AP Photo / Kirsty Wigglesworth
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    WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist laut dem Chefredakteur der Enthüllungsplattform, Kristinn Hrafnsson, in der ecuadorianischen Botschaft in London überwacht worden.

    Die Pressekonferenz vom Mittwoch, in der Hrafnsson seine Anschuldigung vor Journalisten äußerte, übertrug die Nachrichtenagentur Reuters live.

    „WikiLeaks hat eine massive Spionageoperation gegen Julian Assange in der ecuadorianischen Botschaft aufgedeckt”, sagte Hrafnsson. Es handle sich um eine „massive Einmischung ins Privatleben“.

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    „Jeder seiner Schritte und jedes Gespräch” seien mit Videokameras und Mikrofonen aufgezeichnet worden.

    WikiLeaks gehe davon aus, dass diese Informationen an die US-Administration weitergeleitet worden sein könnten.

    „Wir wissen, dass eine Anfrage (aus den USA – Anm. d. Red.) in Bezug auf den  Zugang zum Protokoll mit der Aufzeichnung aller Besuche und Aufnahmen von Überwachungskameras eingegangen ist“, betonte Hrafnsson anschließend.

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    Der gebürtige Australier, der neben der australischen jetzt auch die ecuadorianische Staatsbürgerschaft besitzt, hält sich seit Juni 2012 in der ecuadorianischen Botschaft in London verborgen.

    Dem Enthüller droht die Auslieferung nach Schweden und anschließend in die USA, wo er zur Höchststrafe wegen der Veröffentlichung von Geheimdokumenten verurteilt werden kann.

    Die Ermittlungen gegen Assange in Schweden hatten im Jahr 2010 begonnen, nachdem zwei Frauen ihn wegen sexueller Belästigung und Vergewaltigung angezeigt hatten. In der Folgezeit wurden die Untersuchungen in den beiden Fällen eingestellt – im letzteren Fall im Mai 2017.

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    Tags:
    Überwachung, Botschaft, Ecuador, Julian Assange, WikiLeaks