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01:49 19 August 2019
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    Julian Assanges Katze (Archivbild)

    Festnahme in der Botschaft: Wikileaks berichtet über Schicksal von Assanges Katze

    © AP Photo / Frank Augstein
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    Nach der Festnahme des Wikileaks-Gründers Julian Assange fehlt von seinem wichtigsten Begleiter der vergangenen Jahre jede Spur. Was ist mit seiner Katze passiert? Die Enthüllungsplattform Wikileaks gibt per Twitter das Schicksal des Haustiers bekannt.

    „Wir können bestätigen, dass Assanges Katze in Sicherheit ist. Sie werden in Freiheit wieder zusammen sein“, heißt es.

    Dabei wird der Tweet mit einem Video begleitet, auf dem die Katze vor einem Fernsehgerät sitzt und der Festnahme ihres Besitzers zuschaut.

    ​Mitte Oktober vergangenen Jahres wurde bekannt, dass die ecuadorianische Botschaft Assange zuvor eine spezielle Verhaltensregelung auferlegt hätte. Dieser Regelung zufolge wurde der 47-Jährige dazu verpflichtet, das Haustier selbst zu füttern und zu pflegen. Im Falle einer Verletzung dieser Regelung würden Botschaftsmitarbeiter die Katze in ein Tierheim bringen.

    Kater (Symbolbild)
    © Sputnik / Natalia Seliverstova
    Damals erhob Assange Klage gegen die ecuadorianische Botschaft.

    Später teilte die Herausgeberin der Webseite „Justice for Assange“, Hanna Jonasson, mit, dass der Whistleblower die Katze habe abgeben müssen. Er soll deswegen seine Anwälte gebeten haben, das Tier wegzubringen. Jonasson zufolge befindet sich der Kater gegenwärtig bei der Familie des WikiLeaks-Gründers.

    „Ecuador hat gedroht, Assanges Katze in einen Käfig zu stecken. Er bat seine Rechtsanwälte, die Katze an einen sicheren Ort zu bringen“, hatte Hanna Jonasson damals mitgeteilt.

    Noch im Mai 2016 hatten die Kinder von WikiLeaks-Gründer Julian Assange ihrem Vater ein Kätzchen geschenkt, das zusammen mit ihm in der ecuadorianischen Botschaft in London lebte.

    WikiLeaks-Gründer Julian Assange mit einem Kätzchen in der ecuadorianischen Botschaft in London
    © REUTERS / Courtesy of WikiLeaks
    Assange wurde am Donnerstag in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen. Ecuador hatte ihm zuvor das Asyl sowie seine ecuadorianische Staatsbürgerschaft entzogen. Der 47-Jährige hatte dort seit Juni 2012 im selbstgewählten Exil gelebt. Die USA fordern seine Auslieferung.

    Ein Gericht in London hat den Wikileaks-Gründer für schuldig befunden, gegen seine Kautionsauflagen in Großbritannien verstoßen zu haben. Ihm wird auch vorgeworfen, sich nicht den Behörden gestellt zu haben, als ein schwedischer Haftbefehl vorgelegt wurde. Dafür droht ihm eine Haftstrafe von bis zu zwölf Monaten. Assange plädierte auf nicht schuldig.

    Ein Datum für das Urteil steht noch nicht fest, bis dahin soll Assange in Gewahrsam bleiben. Am 2. Mai soll es vor demselben Gericht um das Auslieferungsgesuch der USA gehen.

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    Tags:
    Katze, Schicksal, Twitter, WikiLeaks, Hanna Jonasson, Julian Assange, Ecuador, USA