14:20 19 April 2019
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    Ein Eurocity-Zug der Deutschen Bahn (Archivbild)

    NRW: Hinterhältiger Angriff mit Gullydeckeln auf fahrenden Zug – Lokführer verletzt

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    Ein Regionalzug in Nordrhein-Westfalen ist offenbar zum Ziel eines Angriffes geworden. Dieser wurde mithilfe mehrerer Gullydeckel ausgeführt. Der Lokführer wurde verletzt. Die Mordkommission ermittelt.

    Laut übereinstimmenden Medienberichten haben Unbekannte mehrere Gullydeckel an einer Brücke festgebunden, die beim Aufprall mit dem Zug die Frontscheibe seines Triebkopfes zerstörten.

    Eine Mordkommission ermittelt. Nur durch Glück habe es keine Toten gegeben. Laut der Staatsanwaltschaft und der Polizei war die ganze Vorrichtung eindeutig wie eine Falle aufgebaut. Die Behörden werten die Tat daher eindeutig als Mordversuch.

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    Die gusseisernen Gullydeckel seien nämlich auf Höhe der Fahrerkabine an Seilen an einer Brücke auf der Strecke zwischen Bad Berleburg und Erndtebrück festgebunden worden.

    Der 49-jährige Lokführer sei bei seiner Fahrt durch das Rothaargebirge offenbar nur knapp dem Tod entgangen, indem er „instinktiv richtig“ gehandelt habe.

    Er habe sich so nur leichte Verletzungen zugezogen.

    Passagiere kamen nicht zu Schaden. Es habe sich um eine sogenannte „Leerfahrt“ gehandelt, sodass sich keine Fahrgäste an Bord befunden hätten.

    Zuvor waren offenbar in der Nacht zum Freitag in der benachbarten Stadt Hilchenbach westlich vom Tatort vier Gullydeckel gestohlen worden. Die schweren Abdeckungen aus Gusseisen seien dann offenbar per Auto zum Tatort transportiert worden.

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    Die Behörden haben die Öffentlichkeit bei der Suche nach den Tätern derweil um Mithilfe gebeten. Die Ermittler suchen vor allem nach Zeugen, die den Diebstahl oder den Transport der Gullydeckel beobachtet haben oder in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben.

    Hinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 02751-909-0 entgegen.

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    Tags:
    Gullydeckel, Falle, Angriff, Verletzter, Lokomotive, Zug, Nordrhein-Westfalen