17:33 20 Oktober 2020
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    Eine Wolke aus Kalium-Natrium-Tropfen, die aus Kernreaktoren sowjetischer Satelliten ausgestoßen werden, kann laut Sergej Meschtscherjakow, Sprecher von ZNIImasch, dem leitenden Forschungsinstitut beim russischen Raumfahrtkonzern Roskosmos, eine hohe Gefahr für die aktuell funktionierenden Weltraumfluggeräte in einer Höhe von 1000 Kilometern darstellen.

    Die Natrium-Kalium-Legierung war als Wärmeträger in den Atomkraftanlagen „Buk“ in den sowjetischen Satelliten für Radaraufklärung „US-A“ eingesetzt worden.

    „Die größte Gefahr besteht für jene Satelliten, die sich in einer Höhe von 950 Kilometern befinden. In dieser Höhe kam es in den 70er Jahren zu Ausstößen von Kalium-Natrium-Teilchen aus Atomreaktoren. Dieser Müll wurde von unseren Flugapparaten ausgestoßen, und daher ist es Russlands Pflicht, diesen Müll zu beobachten“, sagte Meschtscherjakow in einer Konferenz zum Thema „Weltraummüll“ im Institut für Weltraumforschungen bei der Russischen Akademie der Wissenschaften.

    Nach seinen Worten verdampfen die Tropfen äußerst langsam. „Dies ist ein sehr langwieriger Prozess; die Größe eines Tropfens beläuft sich auf zehn Millimeter, (...) er wird im Laufe von 800 Jahren verdunsten“, erläuterte der Wissenschaftler.

    Er ergänzte, dass das Abbremsen der Tropfen in der Atmosphäre der Erde sehr langsam erfolge.

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    Tags:
    Erdatmosphäre, Weltraummüll, Roskosmos, Kalium, Natrium