14:30 10 August 2020
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    Ermittler haben im Haus des abgesetzten sudanesischen Langzeitpräsidenten Omar al-Baschir rund sieben Millionen Euro Bargeld gefunden. Es sei daher ein Verfahren wegen Verdachts auf Korruption und Geldwäsche eröffnet worden, erklärte ein ranghoher Mitarbeiter der Staatsanwaltschaft in Khartum.

    Nun würden weitere Durchsuchungen bei anderen Mitgliedern von Al-Baschirs früherem Führungszirkel durchgeführt, sagte er weiter. Der Mitarbeiter wollte nicht namentlich genannt werden, teilt die Deutsche Presse-Agentur (DPA) mit.

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    Ermittler fanden demnach bei der Durchsuchung von Al-Baschirs Residenz rund 6,7 Millionen Euro, 350 000 US-Dollar und etwa 5 Millionen sudanesische Pfund (etwa 90 000 Euro). Der Mitarbeiter der Staatsanwalt erklärte am Samstagabend, die Ermittlungen seien Teil der Bemühungen der Militärführung, Al-Baschirs korruptes System trocken zu legen. In den vergangenen Tagen wurden bereits mehrere prominente Politiker der Regierungspartei NCP verhaftet.

    Nach anhaltenden Massenprotesten hatte das Militär den seit rund drei Jahrzehnten regierenden Al-Baschir am 11. April abgesetzt und festgenommen. Die Generäle bemühen sich seither darum, gemeinsam mit Parteien und Zivilgesellschaft eine Übergangsregierung zu bilden.

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    Die Organisatoren der Massenproteste, das Gewerkschaftsbündnis SPA, wollten am Sonntagabend vor Demonstranten in Khartum ihren Vorschlag für eine Regierungsmannschaft vorstellen. Tausende Regierungsgegner halten seit mehr als zwei Wochen eine Sitzblockade vor der Zentrale der Militärführung ab. Diese Aktion wird weithin als einer der Auslöser für Al-Baschirs Sturz betrachtet.

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    Tags:
    Geldwäsche, Korruption, Omar al-Baschir, Ermittler, Sudan