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06:36 21 September 2019
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    Ein Polizist neben dem Hotel Shangri-La in Colombo, Sri Lanka, am 21. April 2019

    „Grausames und zynisches Verbrechen“: Putin verurteilt Explosionen in Sri Lanka

    © REUTERS / Dinuka Liyanawatte
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    Der russische Präsident Wladimir Putin hat seinem sri-lankischen Amtskollegen Maithripala Sirisena sein Beileid in Bezug auf die Anschläge auf christliche Kirchen und Hotels in dem südasiatischen Inselstaat ausgedrückt und die Angriffe scharf verurteilt. Das teilte der Kreml am Sonntag auf seiner offiziellen Seite mit.

    „Ich gehe davon aus, dass Täter und Auftraggeber solch eines grausamen und zynischen Verbrechens inmitten der Osterfeiertage eine verdiente Strafe bekommen“, so Putin.

    >>>Mehr zum Thema: Anschlagsserie in Sri Lanka – sieben Verdächtige festgenommen<<<

    Russland steht demzufolge im Kampf gegen den Terrorismus an der Seite von Sri Lanka und trauert mit den Verwandten und Nächsten der Gestorbenen. Gleichzeitig hoffe der russische Staatschef auf eine schnelle Genesung aller Verletzten.

    Laut dem Nachrichtenportal Ada Derana wurden soziale Medien wie Facebook und Messenger-Dienste wie WhatsApp und Viber zeitweilig gesperrt. Außerdem gilt auf der Insel vom Sonntag ab 18 Uhr bis sechs Uhr am Montag (Ortszeit) eine Ausgangssperre, so der Fernsehsender News 1st. Der 22. und der 23. April wurden demnach zu arbeitsfreien Tagen erklärt.

    >>>Mehr zum Thema: Nach mutmaßlichen Anschlägen in Sri Lanka – Situation vor Ort<<<

    Hinter den Explosionen an zwei Kirchen steckten möglicherweise Selbstmordattentäter, sagte ein Sicherheitsbeamter laut der Nachrichtenagentur AP. Sri-lankische Medien berichten von mindestens zwei Selbstmordattentätern.

    Zwei Menschen sollen am 20. April ein Zimmer im Hotel Shangri-La bezogen haben, wo es später zu einer der Explosionen kam, schreibt das lokale Portal Daily Mirror. Die Verdächtigten sprengten Bomben im Café und in einem Korridor des Hotels. Es soll sich um Sprengsätze C-4 mit einem Gewicht von 25 Kilogramm handeln.

    Am Ostersonntag hatten sich acht Explosionen in Sri Lanka in drei christlichen Kirchen, drei Luxus-Hotels und einem Wohnviertel ereignet. In Folge der Anschläge kamen mehr als 200 Menschen ums Leben, rund 450 weitere wurden verletzt. Im Zusammenhang mit den verheerenden Explosionen wurden sieben Verdächtige festgenommen.

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    Tags:
    Sprengstoff, Sprengsatz, Sprengung, Explosion, Attacke, Angriffe, Angriff, Wladimir Putin, Russland, Sri Lanka