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00:45 18 Oktober 2019
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    Formel-1-Legende Michael Schumacher (Archivbild)

    Drama um Michael Schumacher: Lastet ein Fluch auf der Motorsport-Legende?

    © AFP 2019 / Pierre-Philippe Marcou
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    Es ist, als laste ein Fluch auf der Familie der Motorsport-Legende Michael Schumacher. Seit dem dramatischen Unfall vor mehr als fünf Jahren erreichen immer neue Hiobsbotschaften die Öffentlichkeit. Auch aktuell erschüttern gleich mehrere Vorfälle die Verwandtschaft von „Schumi“.

    Einst war Familie Schumacher rund um den Rekord-Formel-1-Piloten Michael mit Erfolg gesegnet. Doch seit dem tragischen Skiunfall am 29. Dezember 2013 werden die Schumachers von immer neuen Hiobsbotschaften heimgesucht. So muss beispielsweise die familieneigene Kartbahn in Kerpen bei Köln dem Tagebau in der Region weichen. Die Rennstrecke, auf der die Schumacher-Brüder Michael und Ralf ihre Karriere gestartet hatten, wird abgerissen. Ebenso wie das Elternhaus der Schumachers im gleichen Ort. Ein Teil von Michael Schumachers Kindheit und Jugend wird damit unwiederbringlich ausgelöscht.

    Doch damit nicht genug…

    Der Braunkohleabbau hat noch weitere Auswirkungen: Im Jahr 2003 war Michaels Mutter Elisabeth Schumacher an Leberzirrhose gestorben, ihr Grab in Kerpen muss nun ebenfalls umgebettet werden. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Familie Schumacher mit einer Welle von Einbrüchen auf ihrem Grundstück zu kämpfen hat: Diebe verschafften sich anscheinend unbemerkt Zutritt, um Regenrinnen oder Mauerteile als Andenken zu stehlen.

    Schwere Vorwürfe…

    Dann meldete sich jüngst auch noch der frühere Chef-Vermarkter der Formel 1, Bernie Ecclestone, öffentlich zu Wort und erhob schwere Vorwürfe, gegen die sich der ehemalige Rennprofi wohl kaum wird wehren können. Ecclestone kritisierte gegenüber der „Auto Bild motorsport“ Michael Schumacher scharf für dessen „Besessenheit“. Der Brite sagte, Schumacher habe „kein Limit gekannt“. Provozierte Unfälle, wie einst der Rammstoß des deutschen Rennfahrers gegen den Kanadier Jacques Villeneuve im Titelfinale 1997, hätten zu Skandalen geführt, „die wir nicht wollten“, so der 88-Jährige.

    Ex-Manager hilft…

    Zur Verteidigung äußerte sich nun aber Schumachers ehemalige Manager Willie Weber. Dieser will die Vorwürfe gegen seinen ehemaligen Schützling nicht unkommentiert lassen. Die Aussagen von Ecclestone nennt er in einem Interview mit „Motorsport Total“ ein „blödes Geschwätz“. Als Rennfahrer müsse man stets ans Limit gehen, nur so sei Schumacher zum erfolgreichsten Rennfahrer aller Zeiten geworden. Durch diesen Erfolg habe sich nicht zuletzt auch Ecclestone „die Taschen vollgemacht“, so Weber.

    Das kostet Kraft…

    All das dürfte auch für Michael Schumachers Ehefrau Corinna nicht einfach sein. Vor einigen Wochen zeigte sie sich erstmals seit dem schweren Unfall ihres Mannes wieder in der Boxengasse einer Formel-1-Rennstrecke. Der gemeinsame Sohn Mick Schumacher fährt mittlerweile als Pilot in der Formel-2-Klasse, in Bahrain startete der 20-Jährige im Vorprogramm der Königsklasse.

    In den Fußstapfen von „Schumi“…

    Michael dürfte auf seinen Junior stolz sein, der zu Testzwecken zuletzt sogar einen Ferrari-Rennwagen steuern durfte und damit in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Nach dem Ski-Unfall im Dezember 2013, bei dem Michael Schumacher mit dem Kopf gegen einen Felsen geprallt war, ist der Rekordweltmeister aus der Öffentlichkeit verschwunden. Seit September 2014 setzt er seine Heilung nach der Entlassung aus dem Krankenhaus zu Hause in der Schweiz fort. Offizielle Angaben zu seinem Gesundheitszustand gibt es nicht, mit Rücksicht auf die Privatsphäre bittet seine Familie dafür um Verständnis.

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    Tags:
    Formel 2, Autorennen, Formel 1, Unfall, Mick Schumacher, Michael Schumacher, Bernie Ecclestone, Alpen, Schweiz, Großbritannien, Deutschland