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09:15 21 Oktober 2019
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    Ölterminal in Russland (Archiv)

    Zeitung nennt Verantwortliche für Verschmutzung des russischen Öls

    © Sputnik / Michail Mokruschin
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    Die weißrussische Erdölraffinerie „Belneftechim“ hat sich darüber beschwert, von Russland über der Pipeline „Druschba 2“ minderwertiges Öl mit einem hohen Gehalt an organischen Chloriden bekommen zu haben. Darüber berichtet die Zeitung „Wedomosti“.

    Das Problem sei  von den russischen Energieunternehmen Minenergo und Transneft bereits zugegeben worden. Die beiden Unternehmen versprachen, alles zu klären. Wie Quellen der Zeitung sagten, seien an der Erhöhung der Konzentration von organischen Chloriden in dem gelieferten Öl die Erdölarbeiter schuld. Konkrete Namen werden von den Quellen des Blattes nicht genannt.

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    Es wird betont, dass sich die Verschmutzung auf der Pipelinestrecke zwischen Samara und Unetschej ereignet habe. Dort seien einige Dutzend Ölunternehmen tätig – darunter auch individuelle Unternehmer.

    Wie groß der Umfang des verschmutzten Öls war, konnten die Gesprächspartner von „Wedomosti“ kaum bewerten. Ein föderaler Beamter sprach von 100.000 Tonnen, der Mitarbeiter eines großen Ölunternehmens – von 300.000 Tonnen.

    Der weißrussische Staatskonzern „Belneftechim“ hatte am Dienstag erklärt, dass Öl aus Russland mit erhöhtem Gehalt an chlororganischen Verbindungen auf dem Territorium der Europäischen Union und der Ukraine eingetroffen sei. Der Vizechef der weißrussischen Erdölraffinerie (BNK), Sergej Grib, betonte, dass die Republik eine Alternative zum russischen Öl bis Ende 2019 zu finden hoffe. Nach seinen Worten würden als prioritäre Varianten Lieferungen über die Häfen der Ukraine und der Länder im Baltikum erwägt.

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    Dem russischen Energieunternehmen Minenergo zufolge handele es sich um eine Verschlechterung der Ölqualität in der Pipeline „Druschba“. Auf dieser Strecke sei ein technisches Versagen passiert, der Vorfall habe keine politische Färbung.

    Die Ölpipeline „Druschba“ ist ein System von Öl-Rohrfernleitungen. Sie gewährleistet den Transit des russischen Öls über das weißrussische Territorium nach Polen, Deutschland, in die Ukraine, nach Ungarn, in die Slowakei und nach Tschechien. „Transneft“ betreibt die russische Strecke der Pipeline.

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    Tags:
    Verantwortliche, Ölraffinerie, Verschmutzung, Pipeline, Transneft, Baltikum-Länder, Weißrussland, Ukraine