13:49 22 November 2019
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    Gerichtsurteil

    21-Jähriger als mutmaßliches Taliban-Mitglied in Düsseldorf angeklagt

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    Die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf hat einen 21-jährigen Afghanen wegen Mitgliedschaft bei den radikalislamischen Taliban angeklagt. Dies teilte das Portal „Westfalenpost” mit.

    Demnach soll sich der heute 21-Jährige bereits als Jugendlicher 2012 in Afghanistan den Taliban angeschlossen haben. Dort soll er dann zur Vorbereitung von Kampfeinsätzen im Umgang mit Waffen und Sprengstoff geschult worden sei, hieß es.

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    2015 kam der Angeschuldigte Ahmadnabi T. nach Deutschland und hielt sich zuletzt im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein auf.

    Zu den Ermittlungen könne die Staatsanwaltschaft derzeit noch keine weiteren Informationen geben, so das Portal.

    Zuvor war berichtet worden, dass in der afghanischen Hauptstadt Kabul am 25. April ein weiterer Abschiebeflug aus Deutschland eingetroffen war. An Bord der Maschine waren 32 abgelehnte Asylbewerber. Es war die 23. Sammelabschiebung seit dem ersten Flug im Dezember 2016. Damit haben Bund und Länder 565 Männer nach Afghanistan zurückgebracht.

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    Die Abschiebungen sind umstritten. Der Krieg gegen die radikalislamischen Taliban und die Terrormiliz „Islamischer Staat”* geht weiter, jeden Tag werden Menschen getötet oder verletzt. Vergangene Woche wurde das Telekommunikations-Ministerium in Kabul angegriffen, mindestens 14 Menschen wurden getötet. Der IS reklamierte den Angriff für sich.

    * „Islamischer Staat” (IS), auch Daesh, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Taliban, Afghane, Düsseldorf, NRW, Deutschland