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15:03 19 September 2019
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    Das Foto aus dem Video der Al-Furkan-Mediengruppe, das angeblich den IS-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi zeigt.

    Erstmals nach fünf Jahren: Video zeigt angeblich IS-Chef Baghdadi

    © AFP 2019 / Al-Furqan media
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    Erstmals seit Monaten ist ein Video veröffentlicht worden, das angeblich den IS*-Anführer Abu Bakr al-Baghdadi zeigt. Die der Terrormiliz IS nahestehende Al-Furkan-Mediengruppe veröffentlichte am Montag eine Video-Botschaft, in der ein als Al-Baghdadi bezeichneter Mann Rache für die getöteten und inhaftierten IS-Kämpfer verspricht, meldet die Agentur Reuters am Montag.

    Der Bärtige im Schneidersitz redet ungefähr 18 Minuten lang. Mehrere Vermummte hören ihm zu. Zu Beginn des Videos wird es durch einen schriftlichen Hinweis auf April datiert.

    Al-Bagdadi hat die Terrorangriffe von Sri Lanka über Ostern als Rache für die Zerstörung des von den Extremisten ausgerufenen Kalifats bezeichnet. In einem am Montag verbreiteten Video spricht Al-Bagdadi von Vergeltung für die Niederlage in der syrischen Stadt Baghus. Truppen unter kurdischer Führung hatten die letzte IS-Bastion in diesem Frühjahr nach wochenlangen Kämpfen eingenommen, so die DPA.

    Die Angriffe in Sri Lanka hätten die Herzen der Muslime erfreut, sagt Al-Bagdadi in dem Video.

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    Die Echtheit der Aufnahme und ihre Datierung konnten nicht überprüft werden. Al-Baghdadi wurde bereits mehrmals totgesagt. Vergangenes Jahr hieß es, er halte sich im irakisch-syrischen Grenzgebiet versteckt.

    Laut Medien war Al-Baghdadi zuletzt im Juli 2014 in einer Videoaufnahme zu sehen gewesen. Diese soll in der nordirakischen Stadt Mossul gedreht worden sein. Sie zeigte den Mann bei einer Freitagspredigt in einer Moschee. Damals hatte die Terrormiliz das Kalifat ausgerufen und Al-Baghdadi zu dessen Chef erklärt.

    Am Ostersonntag hatten neun Selbstmordattentäter, unter ihnen eine Frau, Anschläge unter anderem auf drei christliche Kirchen und drei Luxushotels verübt. Dabei kamen mehr als 250 Menschen ums Leben. Unter den Todesopfern waren laut Unicef auch 45 Kinder.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: US-Äußerungen zum Sieg über IS in Syrien realitätsfern – UN-Botschafter<<<

    Zuvor war berichtet worden, dass die US-Erklärungen, wonach die Terrormiliz „Islamischer Staat” in Syrien besiegt sei, nach Einschätzung des syrischen UN-Botschafters Baschar al-Dschafari der Realität nicht entsprechen. „Abgesehen davon, dass die Amerikaner behaupten, Daesh* sei am Ende, glauben sie, dass sie Daesh ausgerottet hätten, aber das stimmt nicht. Die arabische Armee und die Allianz kämpfen immer noch gegen die in Syrien verbliebenen Daesh-Terroristen”, erklärte al-Dschafari am 26. April auf einer Pressekonferenz nach den Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Nur-Sultan (bis 23. März offiziell Astana).

    US-Präsident Donald Trump hatte im Dezember vergangenen Jahres den Sieg über die Terrormiliz IS in Syrien verkündet. Seinen Worten zufolge war das der einzige Grund für den dortigen Aufenthalt amerikanischer Truppen.

    *„Islamischer Staat” (IS), auch Daesh, eine in Russland verbotene Terrorvereinigung.

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    Tags:
    Terroristen, IS