19:36 14 Dezember 2019
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    Polizei in Christchurch, Neuseeland (Archivbild)

    Polizeieinsatz in Christchurch: Festgenommener hatte Sprengsatz und Munition deponiert

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    Die neuseeländische Polizei hat bei der Durchsuchung eines leerstehenden Gebäudes in einem Stadtbezirk von Christchurch Munition und einen Sprengsatz sichergestellt. Dem Polizeieinsatz waren ein Hinweis auf eine Bombe und eine in diesem Zusammenhang durchgeführte Festnahme am Dienstag vorausgegangen, meldet das Portal der Zeitung „The Guardian“.

    An diesem Tag haben Medien bereits über die Festnahme eines 33-jährigen Mannes in Christchurch berichtet, der mit dem Sprengsatz in dem Stadtbezirk Phillipstown in Verbindung gebracht wird, so die Meldung.

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    Einer Polizeisprecherin zufolge wird der Mann, der aus Phillipstown stamme, am Dienstag einem Richter vorgeführt.

    Zuvor wurden die Beamten am Dienstag auf das leerstehende Gebäude in Phillipstown hingewiesen. Bei der Durchsuchung haben Sprengstoffspezialisten der Polizei Munition und einen Sprengsatz sichergestellt.

    Der Stadtbezirk wurde in diesem Zusammenhang abgeriegelt. Einige Häuser wurden evakuiert und Einwohner wurden zudem gebeten, die Gegend zu meiden.

    Gegenwärtig werden weitere Ermittlungen diesbezüglich durchgeführt. Näheres ist bislang nicht bekannt.

    Im neuseeländischen Christchurch war es am 15. März zu bewaffneten Angriffen auf zwei Moscheen gekommen. Der mutmaßliche Attentäter, Brenton Tarrant, hat bei diesem rassistisch motivierten Anschlag 50 Menschen getötet und weitere 50 Personen verletzt. Der Schütze sitzt in Untersuchungshaft, ihm droht lebenslange Haft wegen vielfachen Mordes.

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    Bei seiner Festnahme wurden fünf Schusswaffen sichergestellt. Der 28-Jährige Australier hatte vor der Tat eine Kampfschrift mit rechtsextremen Parolen ins Internet gestellt und auch per Mail verschickt.

    Die Tat hatte der Rechtsextremist mit einer Helm-Kamera live ins Internet übertragen. Zuvor hatte der Schütze ein Manifest veröffentlicht, in dem er zum Mord an Bundeskanzlerin Angela Merkel, dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und dem Bürgermeister von London, Sadiq Khan, aufrief. Der Attentäter von Neuseeland war offenbar ein aktiver Nutzer des Netzwerkes Twitter sowie anderer Online-Plattformen, auf denen er zahlreiche rechtsextreme Botschaften publizierte. So soll er Verehrer des norwegischen Attentäters Anders Breivik gewesen sein und den Islam und die Immigration scharf kritisiert haben.

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    Tags:
    Ermittlungen, Evakuierung, Anschlag, Rechtsextremismus, Anders Behring Breivik, Sadiq Khan, Angela Merkel, Recep Tayyip Erdogan, Kevin Tarrant, Waffen, Angriffe, Attentate, Durchsuchungen, Durchsuchung, Hinweise, Festnahme, Polizeieinsatz, Fund, Munition, Bombe, Sprengsatz, Bombendrohung, Christchurch, Neuseeland, Polizei