03:25 15 Dezember 2019
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    US-Aufklärungsdrohne RQ-4 Global Hawk (Archivbild)

    In nur wenigen Stunden: Drei US-Aufklärungsflüge nahe Russlands Grenzen und über Donbass gemeldet

    © AP Photo / Erik Hildebrandt
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    Drei US-amerikanische Aufklärungsflugzeuge sind am Mittwoch nahe Russlands Grenzen gesichtet worden. Dies folgt aus einer Mitteilung des Portals PlaneRadar, das via Twitter die Monitoring-Daten zu den Erkundungsflügen veröffentlichte.

    Um 11.00 Uhr MESZ startete demnach ein US-Jet für elektronische Aufklärung Boeing RC-135V Rivet Joint mit der Bordnummer 64-14845 vom britischen Luftstützpunkt in Mildenhall und absolvierte einen Flug unweit vom russischen Gebiet Kaliningrad.

    Nach der Erkundung der nördlichen Grenzen umflog die Maschine mehrmals die Region und setzte ihre Aufklärungsaktivitäten im Luftraum Polens fort. Die Maschine flog in einer Höhe von rund 8.000 Metern mit einer Geschwindigkeit von 692,6 Kilometern pro Stunde.

    ​Zudem startete ein US-amerikanisches Aufklärungsflugzeug vom Typ P-8A Poseidon mit der Bordnummer 169004 vom Nato-Luftstützpunkt Sigonella auf Sizilien und nahm Kurs auf die Gewässer des Schwarzen Meeres im Raum der südrussischen Region Noworossijsk.

    Danach absolvierte der Jet einen Aufklärungsflug nahe der südlichen Grenze der Halbinsel Krim. Die Boeing befand sich in dem erwähnten Gebiet rund drei Stunden lang. Sie flog in einer Höhe von 4.600 Metern mit der Geschwindigkeit von 567 Kilometern pro Stunde. 

    ​Ebenfalls von der Luftbasis in Italien startete eine US-Drohne RQ-4B-40 Global Hawk mit der Bordnummer 11-2048 und dem Rufzeichen FORTE10. Sie überquerte den Luftraum Griechenlands, Bulgariens und Rumäniens und begann von ukrainischem Territorium aus mit einem Beobachtungsflug entlang der Trennungslinie im Donbass.

    Der Flug dauerte knapp fünf Stunden über dem Südosten der Ukraine. Danach wurde die Drohne im Luftraum über dem Schwarzen Meer gesichtet, sie flog entlang der Krim-Grenze. Der Aufklärungsflug über der Krim-Küste dauerte 4,5 Stunden. 

    ​Regelmäßige Aufklärungsaktivitäten

    Ausländische Spionageflugzeuge, vor allem der Nato und der USA, führen regelmäßig Aufklärungsflüge entlang der russischen Grenzen aus und werden oft nahe den russischen Militärobjekten im Ausland gesichtet. Nicht selten müssen russische Abfangjets extrem nah an die Aufklärungsflugzeuge heranfliegen, um sie zur Umkehr zu bewegen.

    Das russische Verteidigungsministerium hat Washington wiederholt gewarnt, von solcherart Operationen abzusehen. Das Pentagon winkte ab.

    Allein im vergangenen Jahr haben die russischen Luftstreitkräfte mehr als 980.000 Fluggeräte geortet und begleitet. Darunter waren rund 3000 ausländische Maschinen, wobei es sich bei einem Drittel von ihnen um Aufklärungsflugzeuge handelte. Die Wachdienste des Landes wurden mehr als 4.000 Mal in Alarmbereitschaft versetzt.  

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    Tags:
    Boeing P-8A Poseidon, RQ-4B Global Hawk, Boeing RC-135V, Aufklärungsflüge, Krim, Donbass, Ukraine, Italien, Russland