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09:47 12 November 2019
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    Der US-amerikanische Luftwaffengeneral Tod D. Wolters (Archiv)

    Stelle von Oberbefehlshaber der Nato-Truppen neu besetzt – Linke fordern Aufklärung

    © AP Photo / Sandor Ujvari/MTI
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    Der Posten des Nato-Oberbefehlshabers ist neu besetzt. Der US-amerikanische Luftwaffengeneral Tod D. Wolters übernahm am Freitag bei einer Zeremonie im belgischen Mons die Aufgaben seines in den Ruhestand gehenden Landsmannes Curtis M. Scaparrotti.

    Der Amerikaner Curtis M. Scaparrotti hatte die Stelle drei Jahre innegehabt.

    Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg kommentierte die Zeremonie mit den Worten, dass der Job des Oberbefehlshabers „einer der schwierigsten und wichtigsten militärischen Posten auf der Welt“ sei.

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    Zugleich nutzte er die Zeremonie für einen Seitenhieb gegen Russland, dem er eine zunehmend aggressive Politik vorwarf.

    Wolters wird in der neuen Funktion vor allem für die Planung und Ausführung von Bündniseinsätzen verantwortlich sein. Dazu zählen Ausbildungs- und Beratungseinsätze in Afghanistan und im Irak sowie die Luftüberwachung im Baltikum sowie die „Friedenssicherung“ im Kosovo.

    Laut dpa begann der 59 Jahre alte Wolters seine Militärkarriere als Kampfpilot und war zuletzt Befehlshaber der US-amerikanischen Luftstreitkräfte in Europa und Afrika sowie Chef des Nato-Luftkommandos im Rheinland-Pfälzischen Ramstein.

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    Als Supreme Allied Commander Europe der Nato wird Wolters seinen Sitz in Mons haben.

    Reaktion der Linken

    Derweil hat die Ernennung von Tod Wolters vor allem bei der Fraktion der Linken für scharfe Kritik gesorgt. In einer Pressemitteilung forderte Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion, gebührende Aufklärung über eine mögliche Beteiligung des neuen Nato-Militärchefs Tod Wolters an US-Kriegsverbrechen.

    „Der neue Nato-Oberbefehlshaber Tod Wolters ist eine schwere Hypothek für Sicherheit und Frieden in Europa und der Welt. Trumps Viersternegeneral gehört zu den Scharfmachern gegen Russland und war als Kampfpilot an allen großen US-Militärinterventionen der vergangenen 30 Jahre beteiligt. DIE LINKE fordert die Klärung der Rolle des neuen Supreme Allied Commander Europe (SACEUR) bei den völkerrechtswidrigen US-Kriegen in Irak und Afghanistan“, so Sevim Dagdelen.

    Die Politikerin betonte weiterhin, dass mit Wolters an der Nato-Spitze „eine weitere Konfrontation gegenüber Russland“ programmiert sei.

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    Der Amerikaner sei an den US-geführten Militäroperationen ‚Desert Storm‘, ‚Southern Watch‘, ‚Iraqi Freedom‘ und ‚Enduring Freedom‘ beteiligt gewesen und könnte in mögliche Kriegsverbrechen im Irak und Afghanistan involviert gewesen sein.

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    Tags:
    Ramstein, Oberbefehlshaber, NATO, Jens Stoltenberg, Tod D. Wolters, Curtis Scaparott