04:19 18 November 2019
SNA Radio
    Menschenmenge auf dem Alexanderplatz am 40. Jahrestag der DDR (Archivbild)

    Dagmar Frederic: „Schäme mich nicht für meine DDR-Vergangenheit“

    © Sputnik / Boris Babanow
    Panorama
    Zum Kurzlink
    121896
    Abonnieren

    Die ostdeutsche Sängerin und Entertainerin Dagmar Frederic hat in einem Interview mit dem Nachrichtenportal „t-online.de.“ über ihre Karriere und ihren Erfolg in der ehemaligen DDR gesprochen sowie ihre Meinung zum ostdeutschen politischen System und zu der heutigen Beziehung zwischen Ost-und Westdeutschen geäußert.

    Wie Dagmar Frederic sagte, ist sie stolz auf ihre Karriere und auf ihre Auszeichnungen, die sie in der DDR erhalten hat. „Der Nationalpreis der DDR war eine unglaubliche Ehre, das war eine solche Auszeichnung“, so Frederic.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Ostdeutsche müssen Verantwortung für ihr Leben übernehmen - Kohl-Berater Teltschik<<<

    „Ich schäme mich nicht für meine DDR-Vergangenheit“, betonte sie.

    Die jetzt 74-Jährige ist zugleich aber auch der Ansicht, dass die damalige politische Führung in Ostberlin grobe Fehler begangen habe: „Nach wie vor ist für mich der größte Fehler der DDR, dass sie die Leute eingesperrt und die Mauer gebaut haben.“

    In der Debatte um Unterschiede zwischen den neuen und alten Bundesländern kritisierte sie die Haltung der Westdeutschen: „Viele in Westdeutschland denken immer noch, dass wir in Ostdeutschland dankbar sein müssten. Nein, müssen wir gar nicht.“

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Seehofer lobt Leistungen der Ostdeutschen<<<

    Die gebürtige Dagmar Elke Schulz war ein Star der DDR-Unterhaltung. Die gelernte Apothekenhelferin hatte 1966 ihren ersten Show-Auftritt im Berliner Friedrichstadtpalast, dem damals bekanntesten Varieté der DDR.

    Danach folgten eigene Unterhaltungssendungen. So moderierte sie 14 Jahre lang die populäre Weihnachtssendung „Serenade bei Kerzenschein“ und neun Jahre lang „Kinomusik mit Dagmar Frederic“. Außerdem gab es Sendungen wie die Unterhaltungsrevue „Ein Kessel Buntes“ im neuen Friedrichstadtpalast, den sie 1984 eröffnete.

    Auch nach der Wiedervereinigung gelang es Dagmar Frederic, im Showgeschäft zu bestehen. So übernahm sie unter anderem die Fernseh-Formate „ARD-Sommer-Melodien“, „Meine Show“ oder „Wünsch Dir was“.

    >>>Andere Sputnik-Artikel: Westen dominiert ostdeutsche Justiz: „Mauer der Ungerechtigkeit“<<<

    GemeinschaftsstandardsDiskussion
    via Facebook kommentierenvia Sputnik kommentieren
    Tags:
    TV-Sendungen, Ost-Berlin, Berlin, Auszeichnung, Karriere, Erfolg, Interview, System, Unterhaltung, Einheit, Wiedervereinigung, Ostdeutschland, Ostdeutschland, Deutschland, Westen, Westen, Wessi, Ostdeutsche Bundesländer, Ostdeutsche, DDR, DDR