15:22 10 Dezember 2019
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    Das ausgebrannte Flugzeug Suchoi Superjet-100 auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo

    Flugzeugbrand in Moskau: Flugbegleiter opfert sein Leben, um andere zu retten

    © REUTERS / TATYANA MAKEYEVA
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    Bei dem verheerenden Brand an Bord des Flugzeuges Suchoi Superjet-100, der bei der Landung am Moskauer Flughafen Scheremetjewo am Sonntagabend ausbrach und mindestens 41 Tote forderte, ist nach Angaben des russischen Verkehrsministers Jewgeni Ditrich unter anderem ein Flugbegleiter ums Leben gekommen.

    Zuvor hatten russische Medien unter Verweis auf informierte Quellen berichtet, der Flugbegleiter Maxim Moissejew habe versucht, im hinteren Teil der Maschine eine Flugzeugtür zu öffnen. Da ihm dies nicht gelang, habe er sich seinen Kollegen angeschlossen. Diese halfen den Fluggästen inzwischen dabei, das Flugzeug über eine Notrutsche durch die Vordertür zu verlassen. Der junge Mann sei in der brennenden Maschine geblieben, um möglichst viele Passagiere herauszuholen.  

    Nach Informationen der Webseite Mash schickte der 22-Jährige bei der Notlandung des Flugzeugs seiner Freundin noch eine SMS, in der „Ich liebe dich“ stand.

    Hinsichtlich seines Schicksals kursierten widersprüchliche Berichte in den Medien. Nun bestätigte der Verkehrsminister seinen Tod und gab bekannt, der Vorstand der Fluggesellschaft werde die Auszahlung einer Hinterbliebenenleistung im Wert von fünf Millionen Rubel (umgerechnet etwa 67.000 Euro) prüfen.

    Der Militärpilot Sergej Lipowoj, der mit dem Ehrentitel „Held der Russischen Föderation“ ausgezeichnet worden war, bezeichnete in einem Gespräch mit Sputnik den Flugzeugbrand als „eine schreckliche Tragödie“. Er lobte die Handlungen der Besatzungsmitglieder des verunglückten Flugzeuges und stufte sie als gut organisiert und aufeinander abgestimmt ein. „ Einer von ihnen (den Crewmitgliedern – Anm. d. Red.) ist ums Leben gekommen. Er trug dazu bei, dass dutzende Passagiere überlebten“, sagte er.

    >>>Mehr zum Thema: Moskau: Erste Aufnahmen nach verheerendem Brand in Passagierflugzeug<<<

    Ohne die Professionalität und Pflichttreue der Besatzungsmitglieder wäre die Zahl der Todesopfer noch höher ausgefallen, so Lipowoj.

    Die Maschine des Typs Suchoi Superjet-100 der Fluggesellschaft Aeroflot war am Sonntag 28 Minuten nach dem Start in Richtung Murmansk umgekehrt und am im Norden der russischen Hauptstadt gelegenen Flughafen Scheremetjewo notgelandet.

    >>>Mehr zum Thema: Flugzeug in Moskau ausgebrannt: Offenbar 41 Tote <<<

     

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