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09:24 12 November 2019
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    Migranten im Mittelmeer (Archiv)

    Keine bedeutenden Infektionsausbrüche durch Migranten: WHO warnt vor Fake-News

    © REUTERS / DARRIN ZAMMIT LUPI
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    Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am Montag in Rom einen Bericht zum Gesundheitszustand von Migranten und Flüchtlingen in Europa vorgestellt, meldet die Nachrichtenagentur dpa.

    Demnach habe die hohe Anzahl von Ankünften in Europa seit 2010 keine „bedeutenden Ausbrüche“ von Infektionskrankheiten mit sich gebracht. Die in Europa ankommenden Migranten seien generell relativ gesund. Zwar seien sie  öfter von ansteckenden Infektionskrankheiten betroffen, aber es bestehe ein sehr geringes Risiko, dass diese Krankheiten auf die Bevölkerung der Gastländer übertragen werden, hieß es.

    Laut dem Bericht leiden Migranten hingegen oft unter psychischen Krankheiten wie Depressionen oder Angststörungen. Dies sei auf die brutalen Erlebnisse in ihren Heimatländern oder während der Flucht, sowie auf die zermürbend langen Prozesse für ein Asylverfahren, Arbeitslosigkeit oder Diskriminierung in den Gastländern zurückzuführen.

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    Dabei würden Krankheiten nicht nur von „Süd nach Nord übertragen, sondern auch von Nord nach Süd“, betonte der WHO-Koordinator für öffentliche Gesundheit und Migration, Santino Severoni. „Wir exportieren Masern weltweit aus dieser Region, das ist ein Fakt“, äußerte er in Bezug auf die Impfmüdigkeit in europäischen Ländern. Migranten, die Europa erreichten, würden die Impfempfehlungen der Ärzte in der Regel besser befolgen als die einheimische Bevölkerung.

    Das Thema werde „emotional diskutiert“ und oft „von Fake News begleitet“, hob Severoni hervor.

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    Tags:
    WHO, Fake-News, Infektionen, Gesundheitszustand, Gesundheit, Flüchtlinge, Migranten, Europa, EU, EU