08:22 21 Februar 2020
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    Hat sich die Supermarktkette Edeka mit ihrem Muttertags-Video kein Geschenk gemacht? Der Online-Werbespot kommt bei vielen Usern nicht gut an. Der Inhalt erhält massive Kritik, sogar mit Boykott-Ankündigungen wird gedroht.

    Der Werbespot zeigt Väter in Alltagssituationen mit ihren Kindern: Die Papas hören nicht richtig zu, werfen zum Beispiel einem Kind einen Ball ins Gesicht, so dass es weinen muss, können keinen Mixer bedienen und stehen ihren trotzigen Sprösslingen hilflos gegenüber.

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    Zum Schluss erklingt eine Kinderstimme aus dem Off. Sie lobt die Vorzüge eines Elternteils. Erst in den letzten Sekunden des Spots kommt die Mutter ins Bild, mit der Zeile: „Danke Mama, dass Du nicht Papa bist.“

    Zehnmal mehr Daumen runter als rauf

    Nach einem Tag wurde der Spot auf YouTube bis Dienstagnachmittag mehr als 615.000 Mal aufgerufen. Es gibt etwa 3700 Kommentare, die meisten sind negativ. Er bekam bis zu diesem Zeitpunkt mehr als 1300 Likes (Daumen hoch), aber etwa zehn Mal so viele Dislikes (Daumen runter).

    Der Spot wird von den Kommentatoren unter anderem als väterfeindlich und sexistisch kritisiert. Manche kündigten an, künftig nicht mehr bei Edeka einkaufen zu wollen. Die Hamburger Edeka-Zentrale erklärte dazu nach Angaben der DPA: „Mit unserem Online Film ‚Wir sagen Danke‘ wollten wir Väter keinesfalls schlecht darstellen, sondern etwas überspitzt und auf humorvolle Art und Weise allen Müttern anlässlich des Muttertags Danke sagen.“

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    Tags:
    Sexismus, Kritik, Boykott, Werbespot, Video, Edeka