13:38 15 November 2019
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    Schädel (Symbolbild)

    Abstammung des Menschen: Eine der Versionen von Wissenschaftlern entkräftet

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    Wissenschaftler haben in einer Studie bewiesen, dass der Australopithecus sediba höchstwahrscheinlich kein menschlicher Vorfahr ist. Darüber schreibt die US-Fachzeitschrift „Science Advances“.

    Die Überreste des vor etwa 1,78–1,95 Millionen Jahren existierenden Australopithecus sediba wurden erstmals 2008 bei Ausgrabungen in der Malapa-Höhle in Südafrika entdeckt – bis heute hätten die Forscher mehr als 130 Fragmente der Skelette dieser Art von Australopithecus gefunden.

    Ein Schaman (Symbolbild)
    © Sputnik / Alexander Kryazhev
    Die Ähnlichkeit der Merkmale von Australopithecus sediba und der Gattung Homo (zum Beispiel das kleine Gehirn oder die allgemeine Form des Beckens) habe viele Wissenschaftler zu dem Schluss geführt, dass Australopithecus sediba der wahrscheinlichste Vorfahr der menschlichen Rasse sein könne.

    Diese Hypothese wurde jedoch 2015 in Frage gestellt, als 2,8 Millionen Jahre alte Homo-Überresten gefunden wurden. Das heißt, sie waren 800.000 Jahre älter als die Überreste von Australopithecus sediba.

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    Die Existenz jeder Gruppe von Hominiden auf der Erde habe eine bestimmte Dauer. In einer neuen Studie haben die Wissenschaftler Andrew Doo und Zeresenay Alemseged von der University of Chicago mithilfe ausgefeilter Algorithmen herausgefunden, wie wahrscheinlich es sei, dass Australopithecus sediba ein Vorfahr der Gattung Homo gewesen war und dann mindestens 800.000 Jahre lang „durchgehalten“ hat. Die Wahrscheinlichkeit betrug 0,09 Prozent, schreibt das Magazin.

    „Unsere Modelle zeigen, dass die Wahrscheinlichkeit nahe bei null liegt“, sagte Andrew Doo.

    Jetzt gelte der Australopithecus afarensis, der vor ungefähr 4 Millionen Jahren lebte, als der wahrscheinlichste Kandidat für die Rolle des menschlichen Vorfahren.

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    Tags:
    Gehirn, Skelett, Wissenschaftler, Überreste