05:39 04 April 2020
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    Die Gewalt in Brasilien geht deutlich zurück. Die Zahl der Morde sank im ersten Quartal um 24 Prozent auf 10.324, wie aus dem am Montag veröffentlichten Gewaltmonitor hervorgeht, den die Mediengruppe Globo regelmäßig gemeinsam mit der Universität von São Paulo und dem Forum für öffentliche Sicherheit erstellt.

    Verantwortlich für den Rückgang seien eine engere Kooperation zwischen den verschiedenen staatlichen Sicherheitskräften, Anti-Gewalt-Programme der Regierung und verminderte Spannungen zwischen den mächtigen Verbrechersyndikaten des Landes, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag meldet.

    Allerdings ist Brasilien weiterhin eines der gewalttätigsten Länder der Welt. Im vergangenen Jahr wurden im größten Land Lateinamerikas 51.589 Menschen getötet. Zum Vergleich: In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 699 Menschen Opfer eines Tötungsdelikts.

    >>>Weitere Sputnik-Artikel: Brasilien: Militärintervention in Venezuela und Beitritt zur Nato?<<<

    Die Sicherheitskräfte in Brasilien sind mit ihrem harten Vorgehen selbst für viele Tote verantwortlich. 6160 Menschen wurden im vergangenen Jahr von der Polizei getötet, das waren 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Beobachter befürchten, dass diese Zahl noch weiter steigen könnte. Der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro plädiert immer wieder für ein hartes Durchgreifen von Polizei und Militär gegen kriminelle Banden.

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    Tags:
    Rückgang, Kriminalität, Politik, Präsident, Jair Bolsonaro, Brasilien