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    Dritte Niederlage: US-Gericht verurteilt Bayer zu Schadenersatz in Milliardenhöhe

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    Das Bayer-Tochterunternehmen Monsanto hat erneut eine Niederlage im Rechtsstreit um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup erlitten, meldet dpa.

    Eine Jury im kalifornischen Oaklan verurteilte den deutschen Konzern zu einer Schadenersatzzahlung in Höhe von insgesamt über zwei Milliarden US-Dollar (1,78 Milliarden Euro) an die beiden älteren Kläger.

    Das Geld soll das Ehepaar Alva und Alberta Pilliod bekommen, das an Lymphdrüsenkrebs erkrankt ist. Beide sind über 70 Jahre alt. Sie machen die jahrzehntelange Verwendung des Unkrautvernichters Roundup auf ihrem Grundstück dafür verantwortlich, da er den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthält.

    Es ist allein in den USA bereits das dritte Urteil, bei dem ein Gericht einen direkten Zusammenhang zwischen der Krebserkrankung eines Klägers und der Verwendung von Roundup hergestellt hat. 

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    Im ersten Prozess hatte eine Jury Bayer vergangenen August zunächst zu 289 Millionen US-Dollar Schmerzensgeld und Entschädigung verurteilt. Die Richterin reduzierte diese Summe später auf rund 78 Millionen US-Dollar. Im Ende März verlorenen zweiten Prozess steht eine ähnlich hohe Summe im Raum.

    Zuletzt war der Konzern in den Vereinigten Staaten nach eigenen Angaben mit etwa 13.400 Klagen wegen des Unkrautvernichters Roundup konfrontiert. Bayer hat in den ersten beiden Fällen Berufung eingelegt. Der Konzern weist vehement eine für die Gesundheit bestehende Gefahr durch Monsanto-Produkte zurück.

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    Tags:
    Krebs, Schadenersatz, Bayer, Gericht, Deutschland, USA