05:44 15 November 2019
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    Forschungen in dem Marianengraben

    Eine „spektakuläre“ Entdeckung in den Tiefen des Marianengrabens

    © REUTERS / Discovery Channel/Tamara Stubbs/Handout
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    Der Amerikaner Victor Vescovo hat im Marianengraben einen neuen Tieftauchrekord aufgestellt. Knapp elf Kilometer unter der Meeresoberfläche sah er unglaubliche Meerestiere und entdeckte noch unbekannte Arten. Auf dem Grund fand er aber auch einen Beleg dafür, dass selbst die tiefste Stelle der Weltmeere von Verschmutzung betroffen ist.

    Eine Plastiktüte und ein Bonbonpapier lagen auf dem Boden des Marianengrabens, berichtet der TV-Sender BBC unter Berufung auf das Expeditionsteam mit dem Namen „Five Deep“, dessen Leiter Verscovo ist.

    ​Die Forscher konstatierten eine enorme Einwirkung der Menschheit auf die Umwelt. So gelangen jährlich etwa acht bis zehn Millionen Tonnen Plastikmüll in den Weltozean.

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      Forschungen in dem Marianengraben
      © REUTERS / Discovery Channel/Reeve Jolliffe/Handout
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      © REUTERS / Discovery Channel/Handout
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      Forschungen in dem Marianengraben
      © REUTERS / Atlantic Productions for Discovery Channel/Handout
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    Forschungen in dem Marianengraben

    Vescovo schaffte es in einem Spezial-U-Boot in 10.928 Meter Tiefe und übertraf damit den bisherigen Rekord (10 912 Meter), der 1969 aufgestellt worden war, um 16 Meter. Die Expedition bestand aus insgesamt fünf Tauchgängen. Bei dem Rekordtauchgang suchte Vescovo insgesamt vier Stunden lang den Meeresboden ab.

    Er glaubt, vier neue Arten von Krustentieren entdeckt zu haben. In 8000 Metern Tiefe sah er rosarote Schnecken. Nun will das Team die gefundenen Kreaturen untersuchen und feststellen, ob deren Körper Plastikteilchen enthalten.

    >>>Fotostrecke: Underwater Photographer of the Year 2019: Die Gewinner<<<

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