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04:24 24 Juli 2019
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    Wildschweine (Symbolbild)Autos auf einer deutschen Autobahn (Archiv)

    Wildschweine-Alarm auf Deutscher Autobahn A72: Autofahrer zu Vorsicht aufgerufen

    CC0 © AP Photo / Michael Sohn
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    Immer wieder kommt es in Deutschland zu schweren Wildunfällen, also zu Verkehrsunfällen mit einem Wildtier, das auf die Fahrbahn geraten ist. So auch wieder in Bayern auf der A72. Die Polizei ruft zu Vorsicht auf.

    Wie die Polizei mitteilt, kam es am Mittwochmorgen auf der A72 in Richtung Chemnitz zu einem Windfall, bei dem der 51-jährige Autofahrer keine Chance hatte, dies zu verhindern.

    Kurz nach der Landesgrenze zu Bayern sei direkt vor ihm eine Rotte Wildschweine über die Autobahn gerannt. Der 51-Jährige konnte laut der Polizei nicht mehr ausweichen, kam von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke, überschlug sich und kam erst auf einem angrenzenden Feld zum Stehen.

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    Der Sachschaden beziffere sich auf rund 33.000 Euro. Der 51-Jährige hatte Glück im Unglück und wurde bei dem Unfall nur leicht verletzt.

    Die Polizei sowie auch der Verband der Unfallversicherer rufen immer wieder zu besonderer Vorsicht an stark bewaldeten Fahrbahnabschnitten auf. In den letzten Jahren habe es immens viele Wildunfälle gegeben – mit steigender Tendenz.

    Problematisch sei in diesem Zusammenhang auch, dass die Folgen eines Zusammenstoßes zwischen Auto und Wild oftmals unterschätzt würden, obwohl sie dramatisch sein können.

    So habe ein 20 Kilogramm schweres Reh bei einer Kollision mit Tempo 100 ein Aufschlaggewicht von beinahe einer halben Tonne, warnt etwa die Kreispolizeibehörde des Rhein-Kreises Neuss.

    Noch schlimmer sei es allerdings, wenn man mit einem Wildschwein zusammenstößt, das dreimal so viel wiegen kann wie ein Reh.

    Zudem würden Maßnahmen wie Duftbarrieren, optische und akustische Reflektoren sowie Rückschnitt der Hecken und Sträucher am Straßenrand kaum zusätzlichen Schutz bieten, so Ergebnisse einer Untersuchung der Unfallforschung der Versicherer.

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    Autofahrer, die in solch einen Unfall geraten, sollen zudem beachten, dass ein im Zuge des Unfalls getötetes Tier nicht mitgenommen werden darf. Nach einem Wildunfall sei der Verkehrsteilnehmer nach dem Landesjagdgesetz verpflichtet, den Unfall der Polizeidienststelle zu melden. Ansonsten könne eine Strafanzeige wegen Wilderei erstattet und ein Bußgeld verhängt werden.

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    Tags:
    A72, Unfall, Wildschweine, Chemnitz, Bayern, Autobahn