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    Wer schnell geht, lebt länger – Studie bestätigt

    © Sputnik / Anton Denisov
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    Forscher von der University of Leicester in Großbritannien haben geprüft, wie die physische Form des Menschen – wie schnell er geht, sein BMI (Body Mass Index), der Taillenumfang oder die Stärke der Arme – die Lebensdauer beeinflussen. Es stellte sich heraus, dass diejenigen, die schnell gehen, im Durchschnitt länger leben.

    Die vorherigen Forschungen zeigten, dass eine gute physische Vorbereitung vor schädlichen Folgen der Fettleibigkeit schützen könne. Allerdings waren solche Forschungen nicht vollständig genug – es wurden beispielsweise nur Menschen mit einem erhöhten BMI berücksichtigt. Menschen mit einem ungenügenden Gewicht wurden nicht in Betracht gezogen. Andere Studien hatten zwar die physische Aktivität berücksichtigt, aber den Body Mass Index nicht in Betracht gezogen und so weiter.

    Bei der neuen Studie beschlossen die Wissenschaftler, diese Lücken zu beseitigen. Hierzu hatten sie die Daten der Biobank Großbritanniens von 2006 bis 2016 ausgewertet. 474.919 Freiwillige hatten den Forschern folgende Angaben zur Verfügung gestellt: Geschwindigkeit des Gangs, die sie im Fragebogen selbständig eingeschätzt hatten (hoch, medium oder langsam); Stärke der Hand bei der Ballung, die mit einem Kraftmesser gemessen wurde; Body Mass Index, Taillenumfang, Körpergröße und prozentualer Fettgehalt im Organismus, der mit einem speziellen Gerät gemessen wurde.

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    Das Durchschnittsalter der an den Testproben beteiligten Menschen betrug 58,2 Jahre, der Durchschnitts-BMI – 26,7 Kilogramm pro Quadratmeter (das ist höher als die Norm, die sich auf 18,5 – 24,99 kg/m2 beläuft). Ausgehend von diesen Daten bauten die Forscher ein statistisches Modell auf, welches all diese Faktoren mit der Lebensdauer der Studienteilnehmer verbunden hat.

    Es stellte sich heraus, dass die Briten, die von sich selbst meinen, dass sie schnell gehen würden, im Durchschnitt auch länger leben – die durchschnittlichen Kennwerte der zu erwarteten Lebensdauer betrugen für sie 86,7 – 87,8 Jahre bei den Frauen und 85,3 – 86, 8 Jahre bei den Männern.

    Dabei hatte das statistische Modell keinen Zusammenhang mit dem BMI aufgezeigt. Aber die Lebensdauer derjenigen, die von einem langsamen Gangtempo berichtet hatten, war im Durchschnitt die kürzeste. Die niedrigsten Kennwerte hatte das Modell bei den Menschen mit dem BMI unter 20 kg/m2 fixiert: bei den Frauen – 72,4 und bei den Männern – 64,8 Jahre.

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    Der Zusammenhang zwischen der zu erwarteten Lebensdauer und der Händestärke zeigte sich weniger ausgeprägt, besonders bei den Frauen. Das gleiche Bild sei beim Taillenumfang oder Fett-Prozentgehalt im Organismus beobachtet worden.

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    Tags:
    Langlebigkeit, Body Mass Index (BMI), Fettleibigkeit, Lebensdauer