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05:47 22 Juli 2019
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    Diabetes

    Sechs gefährliche Folgen von Diabetes

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    Rund 422 Millionen Menschen weltweit leiden laut WHO-Statistik an Diabetes, die Mehrheit davon am vermeidbaren Diabetes Typ 2. Eine Expertin klärt über gefährliche Folgen der Krankheit auf, die nicht jedem bekannt sind.

    Allgemein bekannt sind schwere Diabetes-Komplikationen, die mit dem Befall der Gefäße verbunden sind – das sind Herz- und Kreislauferkrankungen, Nieren-Schädigung, Rhinopathie (bis zu Blindheit). In einem Interview für „AiF“ berichtet die Endokrinologin Jelena Sjurakschina von weniger bekannten, aber nicht weniger gefährlichen Folgen dieser Erkrankung.

    „Alle Probleme tauchen wegen des instabilen Zuckergehalts im Blutplasma auf (...). Der erhöhte Glukose-Gehalt fördert die Veränderung der Bluteigenschaften, stört die Funktionen des Gehirns, des Herz- und Kreislaufsystems, befällt Nieren und Nervenzellen. Als Katalysator für Komplikationen dienen am häufigsten Stress sowie Infektionen, Viren, die imstande sind, das Immunsystem zu unterdrücken. Dabei können mehrere Komplikationen auf einmal auftauchen“, erläutert die Ärztin.

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    Welche Pathologien drohen Erkrankten an unkompensiertem Diabetes?

    Ketoazidose

    Dekompensation von Zuckerdiabetes führt oft zu Ketoazidose. Dies ist ein akuter Störfall von Mechanismen der Regulierung des Metabolismus, der durch die Erhöhung des Glukose-Gehalts und der Ketonkörper gekennzeichnet ist. Symptome dafür sind Durst, häufige Miktion, trockene Haut, Azeton-Geruch aus dem Mund, Bauch- und Kopfschmerzen, Gereiztheit, Trägheit. Es empfiehlt sich, sofort einen Arzt aufzusuchen.

    Hypoglykämie

    Dieser Zustand wird durch einen sehr niedrigen Zuckergehalt im Blut hervorgerufen und ist oft mit der Behandlung von Diabetes selbst verbunden. Hauptsymptome sind Müdigkeit, Unbehagen, bleiche Haut, erhöhtes Schwitzen. Die Behandlung muss maximal schnell sein, um den Zuckergehalt im Blut in den normalen Kennwertbereich zu bringen.

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    Koma

    Bei Diabetes können angesichts der Glukosegehaltssprünge mehrere Varianten von Koma vorkommen.

    Hyperosmolares Koma beispielsweise ist eine akute Komplikation der Zuckerkrankheit, die durch die Erhöhung des Glukosegehalts im Blut, die akute Erhöhung der Osmolarität des Plasmas, darunter Dehydration innerhalb der Zellen, gekennzeichnet wird. Hauptsymptome sind verstärkte Miktion, Dehydration des Organismus, Muskelhypertonus, Krämpfe, wachsende Schläfrigkeit, undeutliches Sprechen. Es darf in diesem Falle keine Selbstbehandlung geben.

    Probleme mit der Sehkraft

    Eine erhöhte Konzentration des Zuckergehalts im Blut steigert die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Augenkrankheiten. Dies passiert wegen der Beschädigungen der Kleingefäße und heißt Mikroangiopathie. Eine solche Pathologie führt zu unumkehrbarer Blindheit.

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    Diabetes-Fuß

    Der Diabetes-Fuß ist durch die Beschädigung der Haut, der Groß- und Kleingefäße, der Nerven, Knochen und Muskeln des Fußes gekennzeichnet. Grund dafür ist die toxische Wirkung eines erhöhten Zuckergehalts im Blut auf die Gefäße und das Nerven-, Knochen- und Muskelgewebe. Symptome dafür sind: Schmerzen in den unteren Gliedmaßen, Taubheitsgefühl, Brennen, Abkühlung der Füße, Parästhesie.

    Hauterkrankungen

    An Diabetes erkrankte Menschen sind am häufigsten mit vielfältigen Beschädigungen der Haut konfrontiert – und zwar mit bakteriellen und Pilzinfektionen. Infolgedessen tauchen auf der Haut immer häufiger Wunden, Risse und offene Geschwüre auf. Diabetiker müssen die Hygieneregeln besonders streng einhalten: Sie müssen regelmäßig duschen und Schutzmittel für die Haut benutzen.

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    Tags:
    medizinische Behandlung, Infektionen, Viren, Stress, Statistik, WHO, Diabetes