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    Österreich: Kuh-Kuss-Challenge findet keine Gegenliebe bei Regierung – Medien

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    „Küsse eine Kuh – mit oder ohne Zunge“: So lautet die Aufforderung zu einer neuen Online-Challenge, die Mitte Mai die Schweizer App „Castl“ ins Netz gestellt hat. Dadurch soll Geld für einen guten Zweck gesammelt werden. Doch laut Medienberichten stieß die Initiative bei der österreichischen Regierung und den Landwirten auf wenig Gegenliebe.

    „So eine Challenge ist wirklich gefährlicher Unfug“, sagte Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Donnerstag. „Almen und Weiden sind keine Streichelzoos, Aktionen wie diese können gravierende Folgen haben. Mutterkühe schützen ihre Kälber und werden aggressiv, wenn man sich nicht richtig verhält.“

    ​Erst jüngst habe die Regierung eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht, um Almbesucher mehr in die Eigenverantwortung zu nehmen. „Aktionen wie diese Challenge konterkarieren unsere Arbeit für ein gutes Miteinander auf den Almen, dafür habe ich nicht das geringste Verständnis“, so die Ministerin.

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    #kuhkusschallenge #castlrocks 🐄🐄🐄

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    Auch Tirols Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger hat sich nicht sonderlich erfreut über die Initiative gezeigt. „Dass nun unsere Tiere für einen Social-Media-Hype herhalten sollen, halte ich für sehr bedenklich, gerade im Hinblick auf mögliche Verletzungen“, sagte Hechenberger. „Ich appelliere an die Initiatoren, dieses Projekt zu überdenken. Es gibt sicherlich andere Möglichkeiten, Spenden zu sammeln.“

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    Tags:
    Tiere, Österreich, Kuh