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10:02 23 Oktober 2019
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    Maria Butina (Archivbild)

    „Russen geben nie auf“: „Agentin“ Butina bittet aus US-Haft um Spenden

    © AP Photo /
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    Die russische Aktivistin Marija Butina, die in einem umstrittenen Prozess in den USA zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden ist, hat ihre Unterstützter um Spenden gebeten. Sie gebe nicht auf und brauche Geld für ein neues Berufungsverfahren, sagt die 30-Jährige, die sich in einer Haftanstalt im US-Bundesstaat Oklahoma befindet, in einer Videobotschaft.

    Nach zehn schweren Monaten habe sie nun wieder Zugang zu Internet und Mobilfunk, sagt Butina in einem Clip im sozialen Netzwerk VK und dankt allen, die sie unterstützen. 

    „Ich möchte euch jetzt um finanzielle Unterstützung bitten. Meine Anwälte haben Berufung eingelegt, um gegen die Ungerechtigkeit, die mir und anderen russischen Bürgern gegenüber getan wird, anzukämpfen.“ Jede Summe wäre ihr wichtig, so Butina. Am Ende sagt sie: „Russen kapitulieren nie (geben nie auf).“

    Butina, für ihren Kampf für das Recht auf Waffenbesitz bekannt, war im Juli 2018 - kurz vor dem Gipfel der Präsidenten Russlands und der USA, Wladimir Putin und Donald Trump – in U-Haft genommen worden.

    Die US-Justiz warf ihr vor, ohne eine gesetzlich vorgeschriebene Registrierung als „Agentin“ im Interesse eines fremden Staates tätig und an einer Verschwörung gegen die USA beteiligt gewesen zu sein. 

    Im von Beobachtern kritisierten Prozess soll sie die Frage der Richterin vor einem US-Gericht bejaht haben, ob sie sich von Anfang 2015 bis Anfang 2018 mit anderen Menschen gegen die Vereinigten Staaten verschworen habe. Das Ziel der angeblichen Verschwörung soll gewesen sein, im Auftrag Moskaus Einfluss auf politische Organisationen in den USA und somit auf die Beziehungen zwischen den beiden Staaten zu nehmen.

    Im April dieses Jahres wurde Butina zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt. Die russische Regierung weist die Anschuldigungen gegen die Russin zurück und sieht den Prozess als politisiert an. Das russische Außenministerium vermutet, das Butina durch "unerträgliche Haftbedingungen" und Drohungen zum Geständnis gezwungen worden sei.

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