15:49 29 November 2020
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    Tief „Axel“ hat am Montagabend und in der Nacht zum Dienstag für heftige Regenfälle gesorgt und damit ernsthafte Schäden angerichtet. Mehrmals waren die Notdienste zur Hilfe kommen.

    Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gingen in Hessen und Nordrhein-Westfalen innerhalb von sechs Stunden teilweise bis zu 50 Liter Niederschläge pro Quadratmeter nieder. Im Alpenvorland hätten außerdem mehrere Stationen vier bis neun Liter pro Stunde gemeldet, zitiert die Nachrichtenagentur dpa die DWD-Sprecherin Christina Speicher.

    ​In Helmstedt (Niedersachsen) musste ein Krankenhaus wegen eines Wasserschadens evakuiert werden. Der „Mitteldeutschen Zeitung“ zufolge stürzte eine Decke des Helios-Klinikums ein, da sich auf dem Dach wegen eines verstopften Fallrohrs Regenwasser gestaut hatte. Der Saal und die Intensivstation des Krankenhauses wurden geräumt. Nach Angaben der Feuerwehr waren insgesamt sechs Menschen betroffen - drei Frauen aus der Entbindungsstation und drei Intensivpatienten. Alle Betroffenen wurden am Montagabend aus dem Klinikum in andere Krankenhäuser verlegt.

    >>>Meht zum Thema: „Lage sehr heikel”: Deutscher Wetterdienst warnt vor Überschwemmungen und Erdrutschen<<<

    ​In Baden-Württemberg löste die Stadt Wangen im Allgäu Hochwasseralarm aus: Nach Informationen der Stadtverwaltung überschritt der durch die Stadt fließende Fluss Obere Argen den Alarm-Auslösepegel von 2,30 Metern um 1.30 Uhr.

    Im bayerischen Aurach kam ein Autofahrer ums Leben. Sein Wagen war auf der regennassen Autobahn 6 ins Schleudern geraten, von der Fahrbahn abgerutscht und in einem angrenzenden Wald zwischen zwei Bäumen eingeklemmt worden. Im Allgäu wurde eine Bahnstrecke gesperrt, da wegen der heftigen Regenfälle auf den Gleisen eine Schutzwand aufgebaut werden sollte.

    ​Mehrere Pegelstände in Bayern erreichten in der Nacht die Meldestufe 3 von 4, bei der Überflutungen einzelner bebauter Grundstücke oder vereinzelte Verkehrseinschränkungen zu erwarten sind.

    Im Saarland sowie in Rheinland-Pfalz, Hessen und Thüringen liefen mehrere Keller voll. Zudem mussten einige Straßen gesperrt werden. In Fulda und in Gießen berichtete die Polizei von umgestürzten Bäumen.

    ​Im Norden sorgten in erster Linie Blitzschläge für Einsätze der Notdienste. In Mecklenburg-Vorpommern steckten Blitze auf der Ostseeinsel Rügen und in der Gemeinde Gnevkow jeweils ein Reetdach in Brand. Beide Häuser waren nach dem Feuer unbewohnbar. In Berlin musste die Feuerwehr wetterbedingt rund 180 Mal ausrücken

    ​Nach Angaben des DWD habe sich die Wetterlage in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen bereits entspannt, in Westdeutschland werde sie sich im Laufe des Tages beruhigen. In Bayern und Baden-Württemberg sei noch bis Mittwochmorgen mit starkem bis heftigem Regen zu rechnen.

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    Tags:
    Niederschläge, Regen, Niedersachsen, Deutschland, Unwetter