17:19 19 Juni 2019
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    Mona Lisa Ölgemälde von Leonardo da Vinci

    Preis der Genialität: Daran könnte Leonardo gelitten haben

    © AP Photo / Amr Nabil
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    Leonardo da Vinci könnte nach Ansicht von Dr. Marco Catani, Professor am Institute of Psychiatry, Psychology and Neuroscience, King’s College London, nicht nur an Schielen, sondern auch an Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) gelitten haben. Der Forscher veröffentlichte seine Hypothese im Fachjournal „Brain“.

    Er räumte zugleich ein, dass eine präzise Diagnosestellung 500 Jahre nach dem Tod des großen Künstlers und Universalgelehrten kaum mehr möglich sei.

    „Mit der Hyperaktivität lassen sich viele seiner Charakterzüge und seine Genialität erklären“, unterstrich Catani.

    Laut den Worten derjenigen, die Leonardo von Kindheit an kannten, sei er umtriebig gewesen und habe sich leicht von neuen Vorhaben hinreißen lassen, wobei er von bisherigen Ideen Abstand nahm. Er habe auch Schwierigkeiten beim Lesen gehabt und höchstwahrscheinlich an Dyslexie gelitten. Zudem habe Leonardo ein äußerst niedriges Selbstwertgefühl gehabt.

    Der letztgenannte Charakterzug ließ den Forscher auf den Gedanken kommen, dass Leonardo an ADHS gelitten haben könnte. Denn viele ADHS-Patienten hätten sich nicht verwirklichen können.

    Laonardo hatte ein hoch entwickeltes Vorstellungsvermögen. Er schlief nur wenig und hasste geregelte Tagesabläufe, was laut Catani ADHS-Symptome seien.

    Wie zuvor berichtet wurde, ist das Porträt der Mona Lisa („La Joconda“), ein weltberühmtes Ölgemälde von Leonardo da Vinci, höchstwahrscheinlich unvollendet geblieben. Einige Forscher sind der Meinung, dass der Künstler während der Arbeit an dem Gemälde in Ohnmacht fiel, sich dabei die Hand verletzte und deswegen den Pinsel nicht mehr halten und seine Arbeit nicht fortsetzen konnte.

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