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03:47 15 Oktober 2019
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    Ballettpaar bei einem „Prix Benois de la Danse“-Auftritt  im Bolschoi-Theater in Moskau (Archiv)

    „Ballett-Oscars“ in Moskau: Ballerinen deutscher Häuser und Schweizer Choreograph geehrt

    © AP Photo / MIKHAIL METZEL
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    Der „Prix Benois de la Danse“, weltweit als „Ballett-Oscar“ bekannt, geht an Elisa Carrillo vom Staatsballett Berlin sowie Anna Laudere vom Hamburg Ballett. Im Spitzentanz-Tempel Bolschoi-Theater ist am Dienstagabend auch der Schweizer Choreograph Christian Spuck von der internationalen Jury ausgezeichnet worden.

    Der bedeutende Tanzpreis „Prix Benois de la Danse“ geht an Primaballerina Elisa Carrillo Cabrera vom Staatsballett Berlin. Dort ist die gebürtige Mexikanerin seit dem Jahr 2011 Erste Solotänzerin. Den Preis bekommt sie für die Darstellung der Julia in John Crankos Version von Sergej Prokofiews „Romeo und Julia“.

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    „Es ist eine Freude und Ehre, eine so engagierte Tänzerin wie Elisa Carrillo Cabrera in unserem Ensemble zu haben. Wir freuen uns sehr, dass sie einen wohlverdienten Benois de la Danse gewonnen hat“, betont Johannes Öhman, Intendant Staatsballett Berlin, gegenüber Sputnik.

    In einem Facebook-Post widmete Carrillo Cabrera ihren Preis Mexiko und ihren Landsleuten.

    Anna Laudere ist am Dienstagabend in Moskau mit einem Sonderpreis, dem Russisch-Italienischen „Prix Benois-Massine“, bedacht worden. Ihre künstlerische Heimat ist das Hamburg Ballett John Neumeiers.

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    Christian Spucks „Winterreise“ ist ebenfalls ausgezeichnet worden – in der Kategorie „Choreographie“. Bei der festlichen Gala zur Feier der Verleihungen präsentiert er dann noch eine Weltpremiere: „Nocturne“. Dabei handelt es sich um ein eigens für diesen Anlass kreiertes Stück.

    Der Wettbewerb „Prix Benois“ ist im Jahr 1991 von der „International Dance Association“ ins Leben gerufen worden. Bereits im Folgejahr wird er erstmals auf der Bühne des Bolschoi-Theaters, einem der renommiertesten Balletthäuser weltweit, verliehen. Seit 1992 steht der „Prix Benois“ unter der Schirmherrschaft der UNESCO.

    Namensgeber ist Alexandre Benois. Seine Ideen beeinflussten Anfang des 20.Jahrhunderts das moderne Ballett nachhaltig. Er schuf Theaterkostüme und Dekorationen für die „Ballets Russes“, gründete mit den Ballett-Legenden Sergej Djagilew und Leon Bakst die Kunstzeitschrift „Mir Iskusstwa“ (Welt der Kunst).

    In diesem Jahr erhält auch Jiří Kylián eine Würdigung für sein Lebenswerk. Neben Christian Spuck ist Choreograph Fredrik Benke Rydman ebenfalls Laureat des „Prix“. Auch die Tänzer Ashley Bouder und Vadim Muntagirov wurden mit einem „Benois“ geehrt. Muntagirov  für seine Rolle als Siegfried in „Schwanensee“ von Peter Tschaikowski am Royal Opera House in London. Das Bühnenbild dieser Produktion schuf John Macfarlane und dafür erhielt er „seinen Benois“.

    Die Statuette des Preises selbst stammt übrigens vom französisch-schweizerischen Bildhauer Igor Ustinov, der selbst der kunstsinnigen Familie Benois angehört.

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    Tags:
    London, UNESCO, Auszeichnung, Preis, Tanz, Theater, Schweiz, Bolschoi-Theater, Bolschoi Theater, Bolschoi, Hamburg, Moskau, Russland, Deutschland, Berlin, Ballett