23:47 25 Juni 2019
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    Wie der Kaffee weniger schaden kann – Ratschläge von Forschern

    CC BY 2.0 / Andreas Poike / Coffee beans and a scoop
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    Wenn Sie ein Kaffeeliebhaber sind, sich aber fürchten, viel von ihrem Lieblingsgetränk zu trinken, haben Sie Recht. Allerdings nicht zu hundert Prozent – denn es gibt viele Plus in einem guten Kaffee.

    Koffein ist der am häufigsten konsumierte psychoaktive Stoff in der Welt (etwa 80 Prozent der Menschen in der Welt verbrauchen Koffein täglich in der einen oder anderen Art). Das ist ein natürlicher Stimulator, der die Arbeit des Gehirns verbessert und den Stoffwechsel anregt. Gelangt er in den Organismus, so blockiert er die Wirkung des Neurotransmitters Adenosin, der uns zwingt, uns müde und entspannt zu fühlen, erläutert Oksana Wladimirowa, Diät-Ärztin und zugleich Familienärztin vom Institut für plastische Chirurgie und Kosmetologie in Moskau. Mit Hilfe des Koffeins würden Dopamin und Norepinephrin freigesetzt, was ein Gefühl der Ereiferung und des Munterseins hervorrufen könne.

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    Tee und Schokolade enthalten ebenfalls Koffein, aber der Kaffee ist seine Hauptquelle. Der Koffeingehalt in einer Tasse kann in den Grenzen von 30 bis 300 Milligramm schwanken, aber in einer mittelgroßen Tasse Kaffee sind in der Regel etwa 100 Milligramm enthalten.

    Hauptnutzen

    *Die Studien zeigten, dass der gemäßigte Koffeinkonsum das Risiko von Depression,  Alzheimerkrankheit und anderen neurologischen Störungen senken sowie das Risiko der Entstehung von Herz- und Kreislauferkrankungen verringern könne.

    *Koffein als ein natürlicher Stimulator bewirkt einen kurzzeitigen Energieausbruch, aktiviert die Gehirnarbeit, beschleunigt den Metabolismus und erhöht die physische Aktivität. Er kann die sportlichen Ergebnisse auf Kosten dessen verbessern, dass er die Gefühle der Müdigkeit und Muskelschwäche verringert. Er ist wirksam für das Training von Ausdauer und Widerstand gegen physische Anstrengungen.

    *Koffein ist reich an Antioxydanten. Eine typische westliche Diät schließt eine große Menge von Antioxydanten ein, die hauptsächlich im Kaffee und nicht im Obst und Gemüse – zusammengefasst - enthalten sind.

    Möglicher Schaden durch Kaffee

    *Koffein provoziert Gewöhnung, daher ist es wichtig, auf das Auftauchen einer Abhängigkeit davon zu achten.

    *Ein übermäßiger Konsum vom Kaffee kann zu abstinenten Symptomen führen: Kopfschmerzen, Müdigkeit und Gereiztheit.

    *Einige Menschen empfinden Unruhe, Pulsbeschleunigung, Schlafstörungen. Aber das ist individuell für jeden Menschen. Hauptsache – man sollte von der eigenen Unverträglichkeit des Koffeins informiert sein. Zum Beispiel lohnt es sich für schwangere Frauen, den Koffeinkonsum bis auf 200 Milligramm pro Tag oder gar weniger einzuschränken, weil Koffein durch die Plazenta durchdringen kann.

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    Wie der Kaffee nützlicher gemacht werden kann: Drei einfache Regeln

    Die Hauptregel, die uns vor einer schädlichen Wirkung des Kaffees retten würde, ist eine gesunde Lebensweise – das heißt, ein guter Schlaf nicht weniger als acht Stunden täglich, physische Übungen und eine richtige Ernährung.

    Und nun zu den mehr realen Sachen, die den Schaden des Kaffees für den Organismus minimieren:

    1.            Weniger Zucker

    Die wichtigste Regel ist, nicht viel Zucker in den Kaffee zu geben. Und wenn das zu Hause leicht zu machen ist, so enthalten unsere Lieblingskaffeegetränke in den Kaffeebars (Mocaccino, Latte etc.) hunderte Kalorien und viel Zucker. Je öfter wir uns damit verwöhnen lassen, desto schädlicher ist es.

    2.            Kochen Sie Kaffee mit Hilfe eines Papierfilters.

    Ein nicht gefilterter Kaffee, der beispielsweise in einem Kaffeekännchen oder in French-Press gemacht wurde, enthält Cafestol (einen Stoff, der imstande ist, den Cholesteringehalt zu erhöhen).

    3.            Nicht mehr als 2-3 Tassen täglich

    Die Forscher errechnen immer wieder eine ungefährliche Menge von Kaffee. Sie tendieren aber im Grunde genommen zu der Meinung, dass zwei bis drei Tassen (je 150 Milliliter) täglich relativ ungefährlich für den Organismus sind. Die Mehrheit der Menschen kann bis zu 400 Milligramm Koffein pro Tag vertragen.

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    Apropos

    Kaffee ohne Koffein wird durch das Waschen der Kaffeebohnen mit chemischen Lösemitteln produziert. Jedes Mal, wenn die Bohnen abgespült werden, wird ein gewisses Prozent des Koffeins aufgelöst. Dieser Prozess wiederholt sich, bis der größte Teil des Koffeins entfernt wird. Allerdings enthält der Kaffee ohne Koffein eine gewisse Menge davon – obwohl auch viel weniger als ein gewöhnliches Getränk.

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    Tags:
    Nutzen, Alzheimerkrankheit, Depression, Schokolade, Tee, Schaden, Koffein, Kaffee