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10:11 23 Oktober 2019
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    Eisenbahn in Nordkorea (Symbolbild)

    Versteckte Kamera verrät Geheimnisse von Nordkoreas Sonderzug – VIDEO

    © Sputnik / Ilja Pitalew
    Panorama
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    Der Panzerzug, mit dem nordkoreanische Staatschefs seit Jahrzehnten auf Reisen gehen, ist von Gerüchten und Legenden umwoben. Sie gelten vor allem seiner Panzerung. Bisher konnte sie nur nach Berichten von Augenzeugen beurteilt werden, denen ein Blick ins Innere des Zuges gelang. Nun offenbart ein Video, wie die rollende Festung geschützt ist.

    Das Video ist vor kurzem auf Youtube aufgetaucht. Es zeigt den Zug von Kim Jong-un aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel – von unten her. Die Kamera war heimlich auf den Eisenbahnschwellen installiert, über die der Zug rollte, und konte das „Unterste“ des nordkoreanischen „Zuges Nr. 1“ filmen. 

    Aus der Beschreibung zum Video folgt, dass es auf der Zufahrt nach Wladiwostok aufgenommen wurde, wo sich im April Kim Jong-un mit Russlands Präsident Wladimir Putin getroffen hatte. Zur Bestätigung dessen, dass es sich bei dem über die Kamera fahrenden Zug wirklich um den des nordkoreanischen Staatschefs handelt, ist auf demselben YouTube-Kanal ein weiterer Clip zu finden, der dieselbe Gegend und die zwölf grünen Reisezugwagen mit dem charakteristischen gelben Streifen zeigt. 

    Wie der Autor des Videos im Sputnik-Gespräch mitteilte, wird der Zug von Kim Jong-un - entgegen der gängigen Meinung - nicht speziell bewacht. Auf dem Video sind sogar Leute zu sehen, die ungehindert an den Gleisen entlang laufen. Allerdings heißt das nicht, dass keinerlei Schutzmaßnahmen getroffen wurden.

    „Dass die Kamera von niemandem bemerkt wurde, war reiner Zufall“, erzählte der Chef des Portals RailWay. Außerdem habe kurz vor dem nordkoreanischen Zug eine Lok denselben Streckenabschnitt befahren – für den Fall unvorhergesehener Hindernisse auf den Gleisen: 

    „Unter dem Zug ist zu sehen, dass er ungewöhnlich ist. Das Erste, was auffällt, sind die Scheibenbremsen“, so der Autor.

    Zudem sei unklar, wie der Spurwechsel von der nordkoreanischen Normalspur (1435 mm)  auf die russische Breitspur (1520 mm) erfolge. Offenbar müssen bei Kims Sonderzug die Laufwerke nicht gewechselt werden. RailWay vermutet, dass die Umspurung automatisch erfolgt, ohne dass die rollende Festung anhalten muss.

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    Tags:
    Russland, Panzerzug, Nordkorea, Kim Jong-un