22:50 26 Juni 2019
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    Die Forscher haben einen der größten Unterwasser-Vulkane entdeckt, als sie die Quelle einer mysteriösen seismischen Aktivität ermittelten, die im November 2018 zwischen Madagaskar und der afrikanischen Ostküste registriert worden war. Dies wird in einer Pressemitteilung im Fachmagazin „Live Science“ gemeldet.

    Die Vulkan-Höhe beträgt demnach 800 Meter über dem Meeresgrund. Das auf einer superniedrigen Frequenz von ihm ausgehende Getöse sei von den Seismographen in aller Welt fixiert worden. Gewöhnlich werden seismische Wellen auf mehreren Frequenzen registriert. Darüber hinaus hätten die Wissenschaftler keine Anzeichen jener Aktivität entdeckt, die für Erdbeben typisch sei. Dabei sei die Insel Mayotte um einige Zentimeter in Richtung  Südosten gedriftet.

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    Die Forscher erklären dieses Phänomen mit der Geburt eines neuen Unterwasservulkans, der 50 Kilometer von der Ostküste der Insel entfernt ist. Zugunsten dieser Version spreche auch, dass die Einheimischen seit der Mitte des vorigen Jahres fast jeden Tag schwache Erdstöße empfunden hätten – insgesamt etwa 1800. Im Mai 2018 sei es dort zu einem Erdbeben mit Magnitude 5,8 gekommen, das das bisher stärkste in der Region geworden sei.

    Die Geologen analysierten die Daten von Seismometern, die in der Tiefe nahe der Quelle der seismischen Aktivität liegen. Dabei stellten sie fest, dass sich tief unter dem Boden eine Magmakammer befindet, die etwa fünf Kubikkilometer Magma enthalten kann. Das Getöse sei ihnen zufolge mit dem Magma-Ausstoß aus der Kammer verbunden, infolgedessen eine Absenkung der Erdrinde erfolgt. Es ist bekannt, dass sich die Insel Mayotte während des letzten Jahres um 13 Zentimeter abgesenkt hat.

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    Tags:
    Fachmagazin "Live Science", Erdbeben, Seismologen, Vulkan, Getöse