23:45 06 Juni 2020
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    Ungewöhnliche Wellen auf der Sonnenoberfläche, die der Form nach Würstchen ähneln, stehen laut den Wissenschaftlern des Trinity College Dublin (Irland) mit der Geburt von Instabilitäten im Sonnenplasma und einer scharfen Beschleunigung und Bremsung der Elektronen während mächtiger Eruptionen in Zusammenhang.

    Ein entsprechender Artikel ist im Fachmagazin „Nature Communication“ veröffentlicht worden.

    „Nachdem wir die Daten von Radioteleskopen und Bilder von der SDO-Sonde vereinigt hatten, konnten wir zeigen, dass das Plasma auf der Sonne Radioeruptionen entwickeln kann, die ihrer Struktur nach den Bake-Signalen ähnlich sind. Wir wussten seit langem, dass sie existieren, doch erst jetzt konnten wir sie detailliert in den Blick nehmen und verstehen, wie das Plasma in der Sonnenatmosphäre instabil wird“, erzählte der Forscher Jon Carly.

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    Er betonte, dass die Eruptionen auf der Sonne nur in jenen Fällen erfolgen, wenn die Linien des Magnetfeldes, die sich durch die Flecken auf der Sonnenoberfläche erstrecken, plötzlich reißen und anfangen, sich erneut zu verbinden. Infolgedessen beginnt die Energie des Magnetfeldes, die in der Krone – der Oberschicht der Sonnenatmosphäre – enthalten ist, in ihr Inneres überzufließen. Dieser ganze Prozess wird durch eine riesige Energieabgabe begleitet, was das Plasma des Sterns auf Dutzende Millionen Grad erhitzt und es zwingt, sich auszudehnen und sich in verschiedene Seiten und in das Innere zu bewegen, wo es mit kälteren Materieanhäufungen der Sonne zusammenstößt.

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    Im März hatten die Wissenschaftler über eine Rekordsenkung der Sonnenaktivität berichtet. Damals reduzierte sich die Menge der Mikro- und Nanoeruptionen auf der Sonne um das Zehnfache.

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    Tags:
    Sonneneruption, Sonne, "Nature Communications", Trinity College Dublin, Plasma, Astronomen