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01:29 16 Oktober 2019
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    der französische Rapper Nick Conrad

    „I F**k France”: Französischer Rapper ruft zum Töten weißer Menschen auf

    © AFP 2019 / PHILIPPE LOPEZ
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    „Hängt die Weißen“ – mit dieser Zeile aus dem gleichnamigen Song „Pendez Les Blancs“ ist der französische Rapper Nick Conrad bereits im vergangenen Jahr ins Visier der Justiz geraten. Nun hat er einen weiteren Videoclip veröffentlicht, der ihn beim Erwürgen einer weißen Frau zeigt - offenbar in Anspielung auf Frankreich.

    Auf den Song „Sweet Country”, in dem der 35-Jährige „I F**k France until agony” skandiert, hat die Polizei aufmerksam gemacht. Laut dem Sender LCI (La Chaîne Info) wurde dem Mann eine Vorladung ausgestellt, nachdem die Pariser Staatsanwaltschaft eine Untersuchung gegen ihn eröffnet hatte.

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    Conrad, der aus Kamerun stammt, zeigt sich zum Ende des Videos als Gewalttäter, der eine weißhäutige Frau erdrosselt. Im Refrain wiederholen sich die Passagen „I f**k France until agony” und “I burn France”. Außerdem gibt der Rapper an, „eine Bombe unter das Pantheon“ (Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten in Paris – Anm. d. Red.) legen zu wollen.

    Aus politischen Kreisen hagelte es umgehend heftige Kritik an Conrad. Innenminister Castaner reichte eine Beschwerde ein. General Antoine Martinez von der Bewegung Volunteers Pour la France forderte, dem Rapper die französische Staatsbürgerschaft zu entziehen.

    Auch zahlreiche Nutzer kritisierten, dass das Video in den sozialen Netzwerken aktuell noch aufzufinden ist.

    „Dieser Typ, der Frauen in seinen Rap-Videos zu Tode würgt und davon spricht, Frankreich zu ‚verbrennen‘, ist anscheinend nicht ‚hasserfüllt‘ genug für Facebook, um gegen ihn vorzugehen“, schrieb der Blogger Paul Joseph Watson auf Twitter.

    Es gab aber auch einige, die Conrad überraschenderweise ihre Unterstützung ausgesprochen haben.

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    „Nach mehr als 400 Jahren von Rassismus-Verbrechen geht Frankreich gegen einen bereits bestraften Rapper vor, der als Künstler die Notwendigkeit angesprochen hat, nach der Unterdrückung durch das französische Kolonialimperium und sein modernes Establishment mit  der Metapher eines weißen Mädchens, das erwürgt wird, zurückzuschlagen. Sie nennen ihn ‚rassistisch’”, äußerte ein User.

    Der Rapper selbst weist die Kritik zurück. Das Wort „Frankreich“ soll nicht in direktem Sinne gemeint sein, sondern die französische Mentalität und Medien repräsentieren, die „ungenaue Begriffe” verwenden, um über Conrad zu berichten. Dass nach dem Song  „dornige Debatten“ losbrechen würden, habe er nicht beabsichtigt.

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    Tags:
    Kritik, Christophe Castaner, Rassismus, Song, Rap, Frankreich