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00:34 15 Oktober 2019
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    Ankara, Türkei (Symbolbild)

    Terrorvorwürfe: Türkei ermittelt gegen deutsche Journalistin

    CC BY-SA 2.0 / Peretz Partensky / Ankara Views
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    Die Staatsanwaltschaft in Ankara hat Ermittlungen gegen eine deutsche Journalistin mit türkischen Wurzeln aufgenommen. Es geht laut dem Anwalt der Frau um Terrorvorwürfe. Möglicherweise können die Vorwürfe noch um Präsidentenbeleidigung erweitert werden.

    Die Ermittlungen stützten sich auf Beiträge, die die in Hamburg lebende Reporterin in sozialen Medien geteilt haben soll, meldet die Deutsche Presse-Agentur unter Berufung auf den Anwalt Arkin Hürtas.

    Zu diesen Beiträgen gehöre eine Karikatur des mittlerweile inhaftierten ehemaligen Karikaturisten der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet”, Musa Kart. Außerdem gebe es ein Foto, auf dem sie bei einer Demonstration in Deutschland zu sehen sein soll. Sie soll zudem zwei kritische Sätze in sozialen Medien geteilt haben.

    Im Fall einer Verurteilung wegen Terrorpropaganda würde die Journalistin vermutlich eine Strafe von weniger als zwei Jahren erhalten, da sie bisher straffrei sei, wird der Anwalt weiter zitiert. Im Gespräch mit dem NDR sagte die Frau allerdings, sie werde nicht in die Türkei reisen, um dort auszusagen. Denn sie werde dort sofort am Flughafen festgenommen.

    Die Reporterin arbeitet dem NDR zufolge für den Kölner Sender Arti TV. Der ist auch in der Türkei zu sehen und war 2017 von regierungskritischen türkischen Exil-Journalisten gegründet worden.

    Seit dem Putschversuch von 2016 geht die türkische Regierung scharf gegen Terrorverdächtige, aber auch Oppositionelle und Medien vor.

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    Tags:
    Deutschland, Journalistin, Terror, Türkei