03:27 15 November 2019
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    Verschärfte Einreisebedingungen: USA verlangen ab nun Angaben zu sozialen Netzwerken

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    Wer künftig in die Vereinigten Staaten reisen will und dafür ein Visum beantragt, wird ausgiebig Auskunft über seine Accounts in sozialen Netzwerken geben müssen. Etwa 15 Millionen Menschen pro Jahr sind betroffen.

    Wie das US-Außenministerium bestätigte, werden Antragsteller für ein US-Visum künftig auch nach ihren Social-Media-Profilen sowie nach Telefonnummern und E-Mail-Adressen gefragt.

    Die Antragsformulare „für Migranten- und Nicht-Migranten-Visa“ seien so angepasst worden, um „von den meisten Antragstellern zusätzliche Informationen zu erfragen, darunter auch Social-Media-Identifikation“.

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    Als Grund wird die nationale Sicherheit angegeben.

    „Die nationale Sicherheit hat bei der Vergabe von Visa oberste Priorität“, erklärte das Ministerium hierzu.

    „Wir arbeiten kontinuierlich daran, unser Screening zu verbessern, um US-Bürger zu schützen und gleichzeitig legitime Einreisen in die USA zu erlauben.“

    Die Maßnahme war bereits im März 2018 angekündigt worden. Dabei sind auf den entsprechenden Antragsformularen Social-Media-Plattformen vorgegeben. Darin müssen Antragsteller ihre User-Namen, Mailadressen und Telefonnummern der letzten fünf Jahre auflisten.

    Die Angaben gelten sowohl für Visa zur Einwanderung als auch für vorübergehende touristische, Geschäfts- und Bildungsaufenthalte in den USA. Freiwillig können die Antragsteller auch weitere Kontakte angeben.

    Bisher mussten nur Antragsteller über ihre Social-Media-Daten Auskunft geben, die zuvor in Ländern waren, die von Terrororganisationen kontrolliert werden. Mit der neuen Maßnahme werden künftig fast alle der jährlich 15 Millionen Visa-Antragsteller betroffen sein.

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    Die meisten EU-Bürger sind allerdings von der Regelung ausgenommen, da sie im Rahmen eines Visa-Waiver-Programms (ESTA) ohne Visum in die Vereinigten Staaten einreisen können. Für manche EU-Staaten wie Polen, Kroatien, Rumänien oder Bulgarien gilt dies jedoch nicht. Dort benötigen die Bürgerinnen und Bürger auch ein Visum.

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