22:45 14 Dezember 2019
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    Polizei am Ort des Mordes an Walter Lübcke in Kassel

    Ermittler: Kasseler Regierungspräsident aus nächster Nähe erschossen

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    Der Kasseler Regierungspräsident Walter Lübcke ist an einem Schuss in den Kopf gestorben. Dieser sei von einer Kurzwaffe aus der Nähe abgefeuert worden, teilten Landeskriminalamt und Staatsanwaltschaft Kassel am Montag auf einer Pressekonferenz mit. Die Suche nach Täter und Motiv läuft.

    Nach Angaben der Staatsanwaltschaft haben sich keine Hinweise auf einen Suizid ergeben, sie geht daher von einem Tötungsdelikt aus und ermittelt gegen Unbekannt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Ermittelt werde mit Hochdruck in alle Richtungen. „Wir haben noch keine Hinweise auf Täter und vor allem noch nichts zum Motiv“, sagte LKA-Chefin Sabine Thurau.

    Der 65-jährige Lübcke wurde der Staatsanwaltschaft zufolge in der Nacht zum Sonntag auf der Terrasse seines Wohnhauses im Landkreis Kassel von einem Angehörigen gefunden. Reanimationsversuche seien erfolglos geblieben.

    Das Wohnhaus des Regierungspräsidenten war auch am Montag weiter von Einsatzkräften der Polizei bewacht und komplett abgesperrt. Es steht am Ortsrand des Dorfes Wolfhagen-Istha, in dem nur knapp 900 Menschen leben. Lübcke hatte zehn Jahre lang das Regierungspräsidium Kassel geleitet, das eine Verwaltungsbehörde auf mittlerer Ebene zwischen dem Land Hessen und seinen Gemeinden ist.

    Sein überraschender Tod hatte am Sonntag Bestürzung ausgelöst: „Er war ein Brückenbauer, wie er besser nicht sein könnte“, hatten unter anderem Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Michael Boddenberg, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag, erklärt. Lübcke saß auch mehrere Jahre als Abgeordneter für die CDU im hessischen Landtag.

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    Tags:
    Tod, Kassel, LKA