04:04 15 November 2019
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    Ist zu viel Sonne gefährlich? Krebsarzt gibt Auskunft

    © Sputnik / Valeri Schiller
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    Ein dauerhafter Aufenthalt in der direkten Sonne ist laut dem Akademiker der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN), Andrej Kaprin, unerwünscht, weil es keine ungefährliche Sonnenbräune gibt und der Schaden durch das Ultraviolett mit dem Schaden durch das Rauchen vergleichbar ist.

    Dem Wissenschaftler zufolge erhöht die Sonnenbräune das Risiko der Melanom-Entwicklung um 74 Prozent.

    Melanom ist eine der aggressivsten Erkrankungen, sie entwickelt sich schnell und gibt schnell Metastasen. Man kann den Menschen nur dann retten, wenn die Erkrankung in einem frühen Stadium festgestellt worden ist – dann beträgt die Wahrscheinlichkeit einer Gesundung 90 Prozent.

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    „Die Erkrankung der Menschen durch Melanom wächst von Jahr zu Jahr. Mit dem Stand von heute ist sie um 40,3 Prozent und der Sterblichkeitsgrad an dieser Erkrankung – um 13,4 Prozent gewachsen“, teilte Kaprin in einem Interview mit dem Portal „aif.ru“ mit.

    Der Fachmann erklärte, dass das Melanom wie eine Pigmentbildung in inhomogener Farbe mit ungleichartigen Grenzen asymmetrischer Form aussehe, die man von einem ungefährlichen Muttermal, auch Nävus genannt, mithilfe des ABCDE-Tests unterscheiden kann.

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    Kaprin rief zudem dazu auf, Muttermale aufmerksam zu beobachten. Man sollte besorgt werden, wenn: das Muttermal schnell wächst und seine Farbe verändert; wenn auf dem Körper mehr als 30 Muttermale zu verzeichnen sind, was von einem erhöhten Risiko der Melanom-Entwicklung zeugt; wenn die Muttermale im Alter nach 25 Jahren aufgetaucht sind; wenn das Muttermal traumatisiert wurde, was einen Prozess der Entzündung und der Abartung der Zellen in Gang bringen konnte.

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    Zuvor war berichtet worden, dass die Krebserkrankungen in Russland in der Zeitspanne von 2008 bis 2018 um 23,7 Prozent zugenommen hätten, allerdings soll der Sterblichkeitsgrad auf demselben Niveau geblieben sein.

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    Tags:
    Russische Akademie der Wissenschaften, Onkologie, Sonnenbräune