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01:51 12 November 2019
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    Filmproduzent und Drehbuchautor Craig Mazin (i.d.Mitte) mit dem Cast der HBO-Serie Chernobyl beim Tribeca-Filmfestival

    „Chernobyl“-Schöpfer erklärt, warum in der Serie niemand Russisch spricht

    © AP Photo / Brent N. Clarke
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    Der Schöpfer der neuen erfolgreichen Miniserie von HBO und Sky Atlantic „Chernobyl“ hat verraten, warum in der Serie niemand Russisch spricht.

    Tschernobyl, wo es in einem Atomkraftwerkt am 26. April 1986 zu einer Nuklearkatastrophe gekommen war, liegt im Norden der Ukraine an der ukrainisch-weißrussischen Grenze. Zum Zeitpunkt des Unglücks gehörte die Ukraine noch zur Sowjetunion. Doch in der Serie spricht niemand die dort meistgesprochene russische Sprache.

    Wie das Portal „moviepilot.de” berichtet, sprechen die Schauspieler Englisch ohne jeglichen russischen oder ukrainischen Akzent. Wie der Schöpfer der Serie Craig Mazin im Chernobyl Podcast mitteilte, auf den das Portal sich beruft, sei die Entscheidung über das klare Englisch noch während der Vorproduktion getroffen worden.

    Die Serie-Macher seien zur Erkenntnis gekommen, dass die Schauspieler ihre Akzente, nicht aber ihre Rollen darstellen würden. Außerdem könnten die Akzente komisch wirken.

    Damit die Zuschauer nichts von der Handlung ablenkt, wurden auch keine US-Schauspieler eingesetzt: ein amerikanischer Akzent könnte auf einige Zuschauer seltsam wirken, denn damals herrschte der Kalte Krieg zwischen der Sowjetunion und den USA. Die in der Serie eingesetzten britischen Darsteller wurden laut Mazin gebeten, ihren britischen Akzent herunterzufahren.

    Die fünfteilige Serie „Chernobyl“ ist in Deutschland seit dem 14.05.2019 wöchentlich auf Sky zu sehen.

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    Tags:
    Geschichte, TV-Serie, Atomkraftwerk Tschernobyl, Tschernobyl, Tschernobyl-Katastrophe, HBO