03:36 17 November 2019
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    Renovierung (Symbolbild)

    Grausame Tierquälerei in Leipzig: Vögel mit Küken lebendig eingemauert

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    Im Leipziger Stadtteil Grünau sind Medienberichten zufolge mehrere Vögel bei Renovierungsarbeiten an einer Hausfassade lebendig eingemauert worden. Der Naturschutzbund (Nabu) hat Strafanzeige gegen die Wohnungsgenossenschaft gestellt. Die Polizei nahm Ermittlungen wegen vorsätzlicher Tötung der Tiere auf.

    Anwohner sollen gesehen haben, wie ein Star und ein Haussperling immer wieder vergeblich versuchten, zu den verschlossenen Nistplätzen zu gelangen, und anschließend die zuständige Wohnungsgenossenschaft sowie die Arbeiter vor Ort darauf aufmerksam gemacht haben. Doch die Arbeiten wurden fortgesetzt.

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    Eine Zeugin rief daraufhin den Naturschutzbund Leipzig zur Hilfe. Die Umweltschützer  alarmierten wiederum die Polizei und die Feuerwehr, die acht verschlossene Löcher entdecken und wieder öffnen konnten. In einer  der Höhlen fanden die Helfer laut dem „Stern” einen noch lebendigen Star mit drei bereits toten Jungvögeln vor. Ein viertes Küken starb kurz danach. Außerdem wurde ein gesetzlich streng geschützter Grünspecht beobachtet, dessen Schnabel durch eine Bausubstanz verklebt wurde.

    Inzwischen hat der Nabu eine Strafanzeige gegen die Wohnungsgenossenschaft bei der Staatsanwaltschaft gestellt. Ihren Angestellten wird absichtliche Tötung besonders geschützter Tierarten durch Verschließen von Nistplätzen vorgeworfen.

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    Laut Nabu hatten die Fachleute die klare Absicht, die Brutvögel zu vertreiben oder zu töten. Die Polizei ermittelt zu dem Vorfall.

    Tags:
    Ermittlungen, NABU, Tierquälerei, Bauarbeiten, Vögel, Leipzig