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02:14 21 Juli 2019
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    Kripo ermittelt wegen 1,50 Euro-Pfandbon – und das aus gutem Grund

    © Sputnik / Wiktor Westerenin
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    Matthias Witte
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    Die Kriminalpolizei in Waren an der Müritz (Mecklenburg-Vorpommern) ermittelt wegen Unterschlagung eines Pfandbons von 1,50 Euro. Zwei Jugendliche wollten den Bon in einem Supermarkt einlösen. Dann tauchte ein recht skrupelloser Mann auf.

    Die 14-jährigen Jungen wollten in dem Discountmarkt in Waren ihr gesammelten Leerguts abgeben. Laut Polizeisprecherin Kathrin Jähner bemerkten die zwei nicht, dass zwischen ihrem Leergut und den Lebensmitteln des nachfolgenden Kunden kein Warentrenner auf dem Band lag. Darum verrechnete die Kassiererin das Leergut mit dessen Lebensmitteln und verbuchte den 1,50 Euro als Gutschrift auf seinen Einkauf.

    Als die Schüler die Kassiererin darauf hinwiesen, sagte sie, sie könne das Geld nicht zurückbuchen. Die beiden Jungen sollten sich direkt an den Mann wenden. Das taten sie auch, wurden von dem Mann laut Jähner aber „auf ziemlich barsche Art und Weise zurückgewiesen.“ Als sich die Kassiererin einmischte, ließ sie der Mann ebenso abblitzen. Der Unbekannte stieg in sein Auto und fuhr davon.

    Auf Twitter machte die Polizei deutlich, dass sie wenig Verständnis für das Verhalten des Mannes hat:

    ​Kennzeichen bekannt – Ermittlungen laufen

    „Für die Jungen ist es enttäuschend gewesen, das Geld nicht zurückzukriegen“, sagte Jähner. Darum ermittelt die Polizei auch wegen Unterschlagung. Der Mann soll zwischen 50 Und 60 Jahre alt sein und graue, schulterlange Haare haben. Falls der Mann ermittelt wird, muss er nach Polizeiangaben mit einer Geldstrafe rechnen.

    Das Interview mit Polizeisprecherin Kathrin Jähner können Sie hier nachhören:

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    Tags:
    Discounter, Jugendliche, Pfand, Ermittlung, Kriminalpolizei, Mecklenburg-Vorpommern