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12:57 18 Oktober 2019
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    F-35-Jet der US-Luftwaffe (Archiv)

    F-35 bei Überschallflug nicht mehr unsichtbar? – Medien

    © Foto: U.S. Air Force/Staff Sgt. Jensen Stidham
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    F-35 der US-Luftwaffe – ein Jet der Zukunft oder eine Katastrophe? (13)
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    Die Versionen des Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugs F-35 Lightning II B und C haben nach Informationen der Nachrichtenwebseite Defense News während der Tests bei Überschallflügen Mängel aufgewiesen, die ihre Tarnkappenbeschichtung beeinträchtigen.

    Demnach können die Versionen des Flugzeuges, die für die U.S. Navy und das Marinekorps der Vereinigten Staaten entwickelt wurden (F-35B beziehungsweise F-35C), in extrem großen Höhen nur kurzzeitig mit Überschallgeschwindigkeit fliegen. Sonst könnten Strukturschäden der Tarnbeschichtung der Jets eintreten, die ihre Tarnfähigkeit sogar verlieren könnten.

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    Laut Dokumenten, die der Redaktion der Webseite vorliegen, stufte das F-35 Joint Program Office die Probleme, die die Modelle F-35B und F-35C betreffen, als „separate Mängel der Kategorie 1“ ein. Mit dieser Kategorie würde die schwerste Form von Mängeln bezeichnet. Das Problem sei eine Herausforderung für die Erfüllung einer der Hauptmissionen des Kampfflugzeugs und betreffe nicht nur das Flugwerk des Jets und die Beschichtung, die das Flugzeug unsichtbar macht, sondern auch die Antennen, die ebenfalls für Schäden anfällig seien.

    Die Mängel seien bereits Ende 2011 bei Tests entdeckt worden, als nach den Flügen mit Geschwindigkeiten von Mach 1,3 und Mach 1,4 die Tarnkappenbeschichtung eines Flugzeuges F-35B eine „Blasenbildung“ aufgewiesen habe. Zudem seien „thermische Schäden“ festgestellt worden, die die strukturelle Integrität des Flugwerkes der F-35C-Maschine beeinträchtigt habe.

    Dieses Problem sei allerdings nur einmal aufgetreten, trotz mehrfacher Versuche, die Bedingungen zu rekonstruieren, die das Problem verursacht hätten, sagte Vizeadmiral Mat Winter, der das F-35-Programm im Auftrag des Pentagon leitet, gegenüber Defense News. Seiner Ansicht nach ist die Wahrscheinlichkeit solcher Probleme durchaus gering.

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    Laut dem F-35-Programmleiter von Lockheed Martin, Greg Ulmer, sind die Störungen auf die „höchsten Extremwerte der Flugtestsbedingungen“ zurückzuführen, die bei normalem Betrieb kaum auftreten würden.

    Winter räumte ein, dass Störungen dieser Art die Marine bei der Durchführung ihrer Überschallabfangmission behindern könnten – allerdings nur in dem Fall, wenn solche Probleme häufiger auftreten und die gesamte Flotte betreffen würden.

    Nach Informationen von Defense News hat das Pentagon die Dauer des Fluges bei vollem Nachbrenner mit einer Geschwindigkeit von mehr als Mach 1,2 für die Flugzeuge F-35B Lightning II und F-35C Lightning II eingeschränkt.

     „Die Einschränkungen des Nachbrenners, kombiniert mit einem weiteren Mangel an der Manövrierfähigkeit des Flugzeugs, könnten sich in Nahkampfszenarien als tödlich erweisen“, resümiert die Webseite.

    Der Luft- und Raumfahrtkonzern Lockheed Martin stellt drei Versionen des Mehrzweck-Tarnkappenflugzeugs F-35 Lightning II her: die konventionell startende und landende Version F-35A für die US-Luftwaffe und den Export, das Kurzstartflugzeug F-35B mit Senkrechtlandekapazität und den trägergestützten Jet F-35C für die US-Navy sowie das US-Marinekorps.

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    F-35 der US-Luftwaffe – ein Jet der Zukunft oder eine Katastrophe? (13)
    Tags:
    Mangel, Kampfflugzeug Lockheed Martin F-35 Lightning II, F-35-Kampfjet, F-35B, F-35, F-35