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02:42 20 Oktober 2019
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    Framzösischer Polizist  mit einem Granatwerfer LBD-40 (Archivbild)

    Gelbwesten schuld? Französische Polizei setzt immer häufiger Granatwerfer gegen Demonstranten ein

    © AFP 2019 / ZAKARIA ABDELKAFI
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    Der Einsatz von Granatwerfern und Granaten mit Gummigeschossen durch die französische Polizei hat sich 2018 im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdreifacht. Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf die Generalinspektion der Nationalen Polizei.

    Dies meldete die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf die Generalinspektion der Nationalen Polizei.

    Der Anstieg sei vor allem auf die Massenproteste der „Gelbwesten“ zurückzuführen, die im November 2018 begonnen haben.

    Insgesamt schossen die französischen Polizisten im vergangenen Jahr 19.000 Mal mit Granatwerfern LBD. Dies sei um 203 Prozent mehr, als im Vorjahr. Dabei seien sowohl Gasgranaten als auch große Gummikugeln als Munition eingesetzt worden.

    Die Verwendung von Granaten mit Gummischrot sei 2018 um 296 Prozent gestiegen. Insgesamt seien sie im vergangenen Jahr 5400 Mal verwendet worden.

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    Im Januar 2019 hatten Abgeordnete von der Partei „La France insoumise“ (dt.: „Unbeugsames Frankreich“) einen Gesetzentwurf unterbreitet, der der Polizei vorläufig verbieten soll, Gummikugeln sowie Gummigranaten bei den Zusammenstößen mit Protestlern zu verwenden. Dabei verwiesen die Verfasser des Gesetzentwurfs auf die große Zahl der bereits Verletzten.

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    asch/afp

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    Tags:
    Granatwerfer, Proteste, Gelbwesten, Polizei, Polizei, Frankreich